Aktuelles

November 2011
 
 
01.11.11


Allerheiligen

Heute feiern die Katholiken das Fest Allerheiligen.

An diesem Tag werden alle Heiligen verehrt. Heilige sind Menschen, die in besonderer Weise ihr Leben aus dem Glauben geführt haben und die christliche Botschaft verkündet haben.

Die Kirche hat viele Menschen heilig gesprochen, das heißt, dass diese
Heilige offiziell in der Kirche verehrt werden. Bevor jemand jedoch heilig gesprochen wird, gibt es viele Prüfungen und Untersuchungen.

Das Fest Allerheiligen hat seine Wurzeln jedoch im Orient, wo man bereits
im 4. Jahrhundert die Glaubenszeugen verehrt hat, die für ihren Glauben gestorben sind (die sog. Märtyrer).

Das heutige Allerheiligenfest am 1. November wurde im 8. Jahrhundert zuerst in England und Irland gefeiert.

Allerheiligen

Frischer Hügel:
Schmerz und Trauer
heiße Tränen,
herbes Leid;
ebene Erde
leises Sehnen
Weh' entschwunden
durch die Zeit.

Gedanken wandern
zu den Toten
die in kühler
Erde ruh'n
die in Erinnerung
weiterleben
durch ihr Wirken
und ihr Tun.

Es bleibt ein jeder
unvergessen
solange seiner
wird gedacht;
die Zeit, sie wird
von Gott bemessen
zu der selbst man
auf den Weg sich macht.

Josef Albert Stöckl

 
03.11.11

Café Einstein: Neuer Versuch mit neuem Team

In dem Café mit den häufigen Pächterwechseln hofft ein neues Team, das Erfolgsrezept zu kennen.


Die neue Mannschaft im „Einstein“ (von links): Thomas Mülhöfer, Martin Wolfstädter (Inhaber), Ronny Berger (Koch) und Sigune Reese (Betriebsleiterin). Foto: Ingo Schneider
.
Nachdem in den vergangenen Jahren mehrere Pächter des "Café Einstein" im Stadtteil Stühlinger gescheitert sind, hat jetzt Martin Wolfstädter den Betrieb übernommen. Der Gastronom ist optimistisch, dass es ihm anders ergehen wird als seinen Vorgängern. Die ersten Wochen seit der Eröffnung seien sehr gut angelaufen, berichtet er – und auch von Problemen mit Nachbarn oder Behörden, die es immer wieder gegeben hatte, könne er bislang nicht berichten.

Martin Wolfstädter ist in der Branche bekannt. Er betreibt in Freiburg bereits drei Gastronomiebetriebe: die Studentenkneipe "Schachtel" in der Innenstadt, den "Schützen" im Stadtteil Wiehre und das "Gasthaus Höge" am Hochdorfer Sportplatz. Mit dem "Einstein" in der Klarastraße 29, hat der Gastronom nun einen Laden übernommen, der eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Ursprünglich war das Lokal als Tagescafé vorgesehen und durfte deshalb laut Bebauungsplan von 1985 nur bis 20 Uhr öffnen. Doch dafür fand sich irgend-wann kein Pächter mehr, ab 1995 stand das einstige Kultcafé acht Jahre lang leer.

2003 entschied der Gemeinderat, Öffnungszeiten bis 24 Uhr zu genehmigen, woraufhin die Caspa Gastronomiebetriebs GmbH das Café wieder eröffnete. Gegen den entsprechend geänderten Bebauungsplan klagte ein Anwohner. Das Verfahren endete zwar mit einem Vergleich, doch auch danach rissen die Probleme nicht ab: Wegen Lärmbelästigung gab es weiter Beschwerden. Und Anfang 2008 kam das "Einstein", das inzwischen Farhatyar Taimani Masoud betrieb, erneut vor Gericht, weil die Verwaltung vergessen hatte, den Biergarten im Innenhof in den Bebauungsplan aufzunehmen. Das wurde nachgeholt, trotzdem gab es Anfang 2009 einen erneuten Pächterwechsel. Nun versuchten es Alexander Hanusch und Rita Macedo mit einem Bar-Konzept, bis auch diese beiden im Sommer 2011 aufgaben und die hohe Pacht als Grund nannten.

Nach dem Umbau präsentiert sich die Gaststätte mit Retro-Akzenten

Von all dem hat sich Martin Wolfstädter nicht abschrecken lassen. Denn seiner Meinung nach hat das "Einstein" jede Menge Potential. Auch die Pachthöhe, die seine Vorgänger als zu hoch eingestuft hatten, findet er "angemessen". Moniert hatten die bisherigen Pächter zudem immer die Tatsache, dass der Biergarten laut Auflagen nur bis 22 Uhr geöffnet sein darf. Damit sei es unmöglich, das Lokal wirtschaftlich zu betreiben.

Wolfstädter glaubt jedoch, dass es daran nicht scheitern wird. "Wenn der Rest des Konzepts stimmt, kann man das verschmerzen", sagt er. Schließlich sei das Lokal selbst vielfältig nutzbar: Morgens zum Frühstücken und am Sonntag auch zum Brunchen, in der Mittagszeit für einen kleinen Imbiss, nachmittags für Kaffeegäste und am Abend zum Essen und zum geselligen Beisammen-sein. Dazu passend hat Wolfstädter die Einrichtung ausgesucht: Es gibt Bereiche, die sich zum Essen eignen, während halbhohe Tische mit Hockern eher die Bargäste ansprechen sollen.

Sechs Wochen lang wurde das Lokal umgebaut, Wolfstädter hat Sandstein-mauern einziehen lassen und dem "Einstein" einen Retro-Schick verpasst.
Auf der Speisekarte stünden vor allem Gerichte aus regionalen Produkten,
"zu moderaten Preisen", wie er betont. Auch bei den Getränken sei ihm die Herkunft wichtig, sagt der Gastronom. So stamme etwa der Kaffee aus biologischem Anbau und sei fair gehandelt. Da sich Wolfstädter wegen seiner anderen drei Betriebe nicht um alles kümmern kann, hat er für das "Einstein" zwei Betriebsleiter eingestellt: Sigune Reese und Alexander Hessler werden das Lokal federführend betreiben.

Quelle: BZ, Autor: Jelka Louisa Beule

   
 
   

Stühlinger Online Oktober 2011
     
 

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