Aktuelles

Februar 2011
 
 
01.02.11

Neue Räume für die Stühlinger Wehr

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung ging es auch um Neubaupläne.

So pünktlich wie die Feuerwehr bei Übungen und Einsätzen zu Stelle ist, eröffnete Markus Rotzinger, Kommandant der Abteilung 8 der freiwilligen Feuerwehr (Stühlinger), vergangene Woche die Jahreshauptversammlung im Lehrsaal der Hauptfeuerwache an der Eschholzstraße, zu der unter anderem auch Stadtbranddirektor Ralf Jörg Hohloch, Stadtbrandmeister Reiner Ullmann und Kommandant Bernd Ramsperger von der Abteilung 2 (Unterstadt) gekommen waren.

Im Tätigkeitsbericht informierte Susanne Handwerger darüber, dass die Abteilung derzeit aus 29 Männern und einer Frau mit einem Durchschnittsalter von 30,7 Jahren besteht und gegenüber dem Vorjahr um vier Feuerwehrleute gewachsen ist. Insgesamt wurden 3009 Stunden geleistet bei Einsätzen, Übungen sowie (Jugend-)Aus- und Fortbildungen.

Zudem nahm man an einem Duathlon in Waltershofen teil. Die Bandbreite der Einsätze reichte von Strauch-, Hütten- und Dachbränden bis hin zur Personenrettung bei einem Defekt am Schrägaufzug der Schlossbergbahn.

Pro Feuerwehrmitglied wurden gut 100 Arbeitsstunden geleistet.

Die Abteilung 8 – Stühlinger ist eine von 17 Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Freiburg, die ihren Dienst neben und mit der Berufsfeuerwehr Freiburg verrichtet.

Die Freiwilligen Feuerwehren kommen in aller Regel als Ergänzung und Verstärkung zur Berufsfeuerwehr in den Einsatz; alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr versehen ihren Dienst ehrenamtlich und stellen somit ein hohes Potential an sozialem Engagement dar.
 
 
03.02.11 Das Auto wird 125

Vor 125 Jahren hat der Erfinder Carl Benz das Auto patentieren lassen.
Am 29. Januar 1886 reichte er das Patent für sein "Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ beim damaligen Berliner Patentamt ein.

Die heutige Daimler AG feierte den Tag vergangenen Samstag unter dem Motto "125 Jahre Erfinder des Automobils".

Seitdem hat sich einiges getan auf dem Automobil-Sektor. Mehr als 900.000.000 Blechkisten gibt es heute weltweit, 44 Millionen davon sind in Deutschland zugelassen.

"Die Erfindung von Daimler und Benz hat die Welt zum Besseren verändert – und sie wird dies auch weiter tun", sagt der Vorstandschef des Stuttgarter Autokonzerns, Dieter Zetsche.

Die Daimler AG schüttet zum Jubiläum eine Sonderzahlung von 125 Millionen Euro an die Mitarbeiter aus - je nach Betriebszugehörigkeit bis zu 1000 Euro pro Kopf.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erhalten Tarifmitarbeiter zudem eine Erfolgsbeteiligung von 3.150 Euro. Daimler hat 2010 rund 1,2 Millionen Mercedes-Fahrzeuge abgesetzt - 15 Prozent mehr als 2009.

Der geistige Vater des schwäbischen Weltkonzerns ist übrigens Badner.
Karl Benz wurde am 25. November 1844 im heutigen Karlsruher Stadtteil Mühlburg geboren.
 

05.02.11 Zum Wochenende

Es entspricht einem Lebensgesetz: Wenn sich eine Tür vor uns schließt,
öffnet sich eine andere.

Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.

André Gide
 

06.02.11

100 Jahre "Spirit of Ecstasy"

Schon ein Jahrhundert alt und noch immer eine begehrte Schönheit - das ist nur eine: die Kühlerfigur von Rolls-Royce.

Spirit of Ecstasy" on a Rolls Royce Silver Cloud I, 1957
Foto: Christian Jansky

Entworfen vom Künstler Charles Sykes feiert die Dame mit dem mystischen Namen "Spirit of Ecstasy" hat am 6. Februar ihren 100. Geburtstag. Sie wiegt nur 223 Gramm und jeder Autofan kennt die zierliche Frau.

Ihren richtigen Namen jedoch wissen nur wenige. "Emily", wie sie von bürgerlichen Ignoranten genannt wird, ist jedenfalls falsch. "Spirit of Speed" oder "Flying Lady" waren früher mal gebräuchliche Anreden. Und "Spirit of Ecstasy", also übersetzt etwa "Geist der Verzückung", ist zwar der offizielle Titel, aber eigentlich auch nur ein Pseudonym. Denn die wahre Identität der vom britischen Künstler Charles Sykes gefertigten Statue ist ein Geheimnis, um das sich viele Mythen ranken.

Wer immer Modell stand: Nach hundert Jahren ist ein Rolls-Royce ohne "Spirit of Ecstasy" genau so unvorstellbar wie London ohne den Tower. Dabei wurden die ersten Fahrzeuge der Marke ab 1904 noch ohne Kühlerfigur ausgeliefert. Die Kunden konnten in dieser Hinsicht selbst kreativ werden.

Das war damals groß in Mode, nachdem sich 1899 Lord Montagu of Beaulieu einen Christophorus für die Haube seines Daimlers hatte anfertigen lassen - als Schutzpatron auf allen Fahrten - und so die Kühlerfigur erfand. Rolls-Royce war dann die erste Marke, die vom 6. Februar 1911 an alle Fahrzeuge einheitlich bestückte.

Produziert wird die Figur in Handarbeit und als Gussteil, im so genannten
Lost-Wax-Verfahren. Sechs Arbeitsschritte sind dazu nötig. In einem kleinen Betrieb bei Southhampton sind acht Kunsthandwerker mit jeder Kühlerfigur etwa 14 Tage beschäftigt, erläutert Fertigungsspezialist Steven Pegg.
 

09.02.11 Neue Heilpraktikerin im Stühlinger

Im Freiburger Stadtteil Stühlinger, Guntramstraße 28, hat die staatlich geprüfte Heilpraktikerin Christine Kom eine Praxis eröffnet. Schwerpunkte sind Bachblütentherapie und energetisches Heilen. Kontakt: Tel.: 07665 / 3406.
 

11.02.11

Die Erfinderin Mary Quant feiert heute ihren 77. Geburtstag

Kurz, kürzer, Minirock

Alles begann 1955 in einer kleinen Boutique in London. Die Besitzerin eines Modeladens, Mary Quant, wollte schicke Klamotten verkaufen, Kleider, die ihr gefielen, die Pep hatten – aber sie fand nichts, was ihren Geschmack traf. Da half nur eins – selber machen. Sie schneiderte aus einfachen Stoffen Röcke, kurze Röcke, die mit der Zeit immer kürzer wurden: Der Minirock war erfunden – und Mary Quant eine gemachte Frau. Schon nach kurzer Zeit hatte der Minirock nicht nur die Herzen der Londonerinnen erobert (und sicher auch der Londoner Männer), sondern diese Mode hatte die ganze Welt revolutioniert.

War bis dahin Mode vor allem etwas für wohlhabende Frauen, so hat Mary Quant hier ganz neue Akzente gesetzt. Schicke Sachen sollten sich alle Frauen leisten können und nicht nur die, deren Geldbeutel prall gefüllt ist.
Und der Erfolg hat ihr Recht gegeben. Bald war der Minirock in allen Gesellschaftsschichten beliebt, hatte sich durchgesetzt bei den Damen der "besseren" Gesellschaft, bei den Angestellten, Arbeiterinnen und Hausfrauen. Kombiniert wurde er – je nach Modetrend – mit langen und kurzen Stiefeln, mit breiten Gürteln, hochhackigen Schuhen.

Und Mary Quant? Sie ruhte sich keineswegs auf ihren Lorbeeren aus. Als clevere Geschäftsfrau eröffnete sie Modeläden in der ganzen Welt, in denen
sie preiswerte Kleidung und passende Accessoires anbot. Und Ende der 60er Jahre landete sie dann noch einmal einen modischen Knaller: mit den Hotpants.

Eine gute Erfindung allemal.
 

13.02.11

Oh Gänseblümchen

Oh Gänseblümchen klein und fein
erfreust uns mit Deinem Sonnenschein.

Kaum schwächelt der Winter
ein kleines bisschen

bist es Du ...
der da ist im Nu.

Foto und Gedicht: Felix Andris - Stühlinger Online
  

14.02.11 Valentinstag

Eigentlich beruht alles auf einem Zufall: Hätte Kaiser Claudius im Jahr 269 nach Christus den Bischof Valentin von Terni nicht ausgerechnet am 14. Februar, einem beliebten, "Lupercalia" genannten römischen Festtag, enthaupten lassen, die Liebenden und Liebeshungrigen hätten heute
vielleicht keinen Feiertag. Und die Blumenhändler, Grußkartenhersteller und Geschenkartikelgeschäfte wären um ein Datum gebracht, das ihren Umsatz doch erheblich steigert.

Ein bunter Liebesgruß für die Angebetete ist jedoch nicht der einzige Brauch zum Valentinstag. So ging einst das Gerücht um, dass derjenige, den ein Mädchen am 14. Februar als ersten sah, ihr Zukünftiger werden würde.
Überliefert ist auch ein "Valentins-Orakel": Männer und Frauen auf Partner-suche schrieben die Namen ihrer potenziellen Kandidatinnen oder Kandidaten auf ein Zettel, knüllten das Papier zusammen und umwickelten es mit Lehm. Diese Lehmkügelchen legten sie in ein Wasserglas, wo sie sich auflösten.
Der Zettel, der als erstes wieder freigegeben wurde, soll - Dank des Einflusses von St. Valentin - den Namen des oder der Zukünftigen enthalten haben.
In wie vielen Fällen das Orakel zu einer glücklichen Ehe geführt hat, ist allerdings nicht bekannt.

Der Usus, am 14. Februar der Angebeteten Blumen zu schenken, geht tatsächlich auf das besagte Fest "Lupercalia" zurück: Im antiken Rom wurde damit der Göttin Juno als Schützerin von Ehe und Familie gedacht. Männer und Frauen opferten der Göttin Tiere und Getreidekuchen. Die jungen Leute hatten an diesem Tag noch einen ganz eigenen Brauch: Die Namen von Frauen wur-den in einem Holzkasten gesammelt, ledige Männer griffen hinein und hatten so per Los eine erotische Gespielin gezogen, die sie für ein Jahr - der römische Kalender begann im März - als ihre Partnerin betrachteten. Gleichberechtigung im heutigen Sinne war damals freilich noch unbekannt.

Der Brauch der Liebes-Lose wurde vor allem in Frankreich weiter gepflegt. Dort trafen sich am Vorabend des Valentinstages junge Frauen und Männer und schrieben ihre Namen auf Zettel. Jedes Mädchen und jeder Mann zogen dann einen Namen und jeder hatte somit zwei Valentins, mit denen sich ein kleiner Flirt entspinnen konnte.

In England entscheidet die erste Begegnung am Morgen des Valentinstags darüber, wer der Valentin oder die Valentine werden soll.

Das heutige Mekka aller Valentin-Feierlichkeiten aber ist Amerika: 1849 wurde in den USA die erste Grußkarte gedruckt, um sie an diesem Tag einem gelieb-ten Menschen zukommen zu lassen. Inzwischen sind jedes Jahr zum 14. Februar rund eine Million romantischer Postgrüße in den Staaten unterwegs
 

18.02.11 Freunde und Hunde erhöhen die Lebenserwartung

Wer möglichst lange und gesund leben will, sollte seine Freundschaften pflegen. Nach einem Bericht des Männer-Lifestylemagazins "Men's Health" (Ausgabe 3/2011) wurde in einer Studie der australischen Flinders University in Adelaide festgestellt, dass der Kontakt zu Freunden die Lebenserwartung des Menschen um bis zu 22 Prozent erhöht. Häufige Treffen, intensive Unterhaltungen sowie ein offener und ehrlicher Umgang mit den Freunden verbessern danach die emotionale und psychische Gesundheit und stärken so das Immunsystem.

Regelmäßige Treffen mit Verwandten verlängern das Leben der Untersuchung zufolge dagegen kaum. Die Forscher erklären den Unterschied damit, dass man sich Freunde aussuchen kann, während man bei den Familienmitgliedern keine Wahl hat. Professor Ralf Schwarzer, Gesundheitspsychologe an der Freien Universität Berlin, bestätigt die australische Studie in dem Männermagazin. Er betont allerdings, dass es nicht um eine möglichst hohe Anzahl von Freunden gehe, "sondern um die Qualität der Beziehung". "Ein einziger guter Freund reicht aus", sagt Schwarzer.

Dabei muss der gute Freund nicht unbedingt ein Mensch sein. Gesund und lebensverlängernd ist dem "Men's Health"-Bericht zufolge auch der Besitz eines Hundes. Laut einer Untersuchung der US-amerikanischen Universität
von New York in Buffalo leiden Hundehalter deutlich weniger unter Stress als andere Menschen. Die Wissenschaftler hatten für die Untersuchung Testpersonen stressigen Situationen ausgesetzt und kontrollierten dabei typische körperliche Reaktionen wie erhöhte Herzfrequenz, steigenden Blutdruck und Schweißproduktion. Das Ergebnis des Experiments: Wer einen Hund um sich herum hatte, wies unter Belastung die geringsten Stress-Symptome auf. Wer statt eines Hundes einen anderen Menschen in der Nähe hatte, schnitt etwas besser ab als die Personen, die ganz allein waren - aber nicht so gut wie die mit Hund.

Quelle: Men's Health
 

20.02.11

Zum Nachdenken

"Die Sehnsucht nach dem Paradies ist das Verlangen des Menschen,
nicht mensch zu sein."

Milan Kundera
 

22.02.11 Mehr Touristen im Schwarzwald

Starker Zuwachs bei ausländischen Gästen

Der Tourismus im Schwarzwald hat im vergangenen Jahr zugelegt. Laut Statistischem Landesamt kamen von Januar bis Dezember rund 6,7 Millionen Besucher in die Region. Das sind 2,9 Prozent mehr als 2009. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,6 Prozent auf mehr als 19,1 Millionen.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste im Schwarzwald beträgt nach wie vor 2,9 Tage. In Baden-Württemberg insgesamt sind es 2,6.

Den größten Zuwachs verzeichneten die Städte. So stiegt die Zahl der Übernachtungen etwa in Freiburg um 2,7 Prozent. Karlsruhe meldet gar ein Plus von 15 Prozent.

Die meisten Übernachtungsgäste kamen nach wie vor aus Deutschland, allerdings mit leicht rückläufiger Tendenz (minus ein Prozent). Die ausländischen Übernachtungen legten um 7,2 Prozent zu. Ihr Anteil erhöhte sich auf mehr als ein Fünftel.

Der Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, Christopher Krull, geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt: „Auch in Zukunft wird sich
der Zuwachs hauptsächlich aus dem Ausland ergeben. Daher wird es eine Hauptaufgabe sein, den ausländischen Gästen durch entsprechende Angebote im Schwarzwald gerecht zu werden.“

Quelle: econo
 

24.02.11

Ortstermin mit SPD-Landtagskandidati Gabi Rolland

Verwurzelt im Stühlinger

"Der Stühlinger Kirchplatz", sagt Gabi Rolland, "das ist mein Leben." Ein großes Wort. Eines, das sie mit Absicht gewählt hat: Hier ist alles in Sichtweite, was Gabi Rollands politisches und privates Leben ausmacht. Hier sieht man die Hebelschule ("bei Schulen kommt man an die Grenzen von Kommunalpolitik, da muss man auf Landesebene aktiv werden"), hier geht’s zur Jugendberatung ("da bin ich im Vorstand"), in der Nähe liegen die Kindertagesstätte Kreuzkirche und die Herz Jesu-Kirche – Gabi Rolland geht zwar in die evangelische Kreuzkirche, aber gerade kommt der katholische Pfarrer Hansjörg Rasch des Weges: Ach hallo, ein kurzer Plausch über den Eierkauf auf dem Wochenmarkt unter der Stadtbahnbrücke, sollten wir uns nicht mal wieder treffen wegen der Junkies auf dem Kirchvorplatz, Küsschen und Tschüss.

Der Stühlinger, das ist Gabi Rollands Stadtteil. Hier ist sie vor mehr als 20 Jahren aus Emmendingen hergezogen, hier lebt sie mit ihrem zweiten Mann ("da hat der Topf seinen Deckel gefunden"), hier ist sie SPD-Mitglied und aktiv in 35 Vereinen. 35? "Na ja", sagt Gabi Rolland und muss selbst lachen, "bisschen viel, aber gerade bin ich dabei, das ein wenig zu bereinigen."

Die kleinteilige, ganz praktische Arbeit im Stadtteil, das ist ihre Basis. Sie ist eine, die sich an die Kasse des Jugendzentrums in der Eschholzstraße setzt, wenn sie wissen will, wie’s dort läuft. Sie kann sich dafür begeistern, wenn Schüler Nistkästen auf dem Kirchplatz aufhängen, dass die alten Häuser in der Rennerstraße vor dem Abriss gerettet wurden und das Fünf-Wunden-Kreuz in der Eschholzstraße mit Bürgerengagement restauriert wurde. Bei vielen Initiativen war sie dabei, "das ist das, was ich unter Politik verstehe".

Jetzt kandidiert sie zum ersten Mal für den Landtag. Nachdem Margot Queitsch nicht mehr angetreten war, setzte sich die 47-Jährige Rolland in einer Kampfkandidatur durch. Wie Wahlkampf funktioniert, das weiß sie seit 1997, als sie zum ersten Mal in den Freiburger Gemeinderat gewählt wurde. Und 2009, da kandidierte sie auf dem dritten Platz der SPD-Landesliste für das Europaparlament – schaffte es allerdings wegen des allgemein schlechten SPD-Ergebnisses nicht ins Europäische Parlament.

Nun aber will sie nach Stuttgart, am liebsten per Direktmandat. Einen Monat unbezahlten und zwei Wochen regulären Urlaub hat sie für ihren Wahlkampf genommen; aber jeden Montag geht sie dennoch ins Büro im Landratsamt Emmendingen, um nicht den Überblick zu verlieren. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie nun im öffentlichen Dienst, hat schon oft Landespolitik umsetzen müssen und ist sich sicher, deshalb praktische Erfahrung in den Landtag mitzubringen.

Falls es klappt, will Gabi Rolland aus dem Freiburger Gemeinderat aussteigen. "Erstens, weil ich finde, politische Macht sollte auf viele Schultern verteilt sein und zweitens, weil ich meine Arbeit richtig machen will – Landtagsmandat und Gemeinderatstätigkeit zusammen, das wäre zu viel." Im Stühlinger aber will
sie auf jeden Fall weitermachen, das Große ins Kleine transportieren und umgekehrt. Oder, wie sie es ausdrückt: "Abstrakte Themen runterbrechen
auf die konkrete Politik vor Ort."

Und natürlich will sie weiterhin nicht "nur" Politik machen, sondern mit Menschen zu tun haben – etwas, was sie in ihrer Jugend gelernt hat. Ihre Kindheit nämlich verbrachte sie im Milchladen ihrer Mutter in Emmendingen, hinter der Theke, wo Kisten standen, damit die kleine Gabi drübergucken konnte und wo mittags das Essen aus dem Henkelmann kam, unten war Fleisch, darüber die Nudeln. Sie war die erste in der Familie, die Abitur gemacht hat, ein klassischer SPD-Lebenslauf sozusagen. Ihre Wurzeln, da
ist sie sicher, wird sie nie verlieren. Und deshalb wird man demnächst zur Fasnetzeit die SPD-Landtagskandidatin wenn nicht im Häs, dann in Kostümierung erleben können: "In Kenzingen regiert die Narrenzunft – ich bin praktisch als Welle-Bengel auf die Welt gekommen."

Quelle: BZ, Simone Lutz
 

27.02.11 150. Geburtstag von Rudolf Steiner

Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 im heutigen Kroatien geboren, er starb am 30. März 1925 in Dornach.

Leben und Werk Rudolf Steiners sind ungewöhnlich, nicht leicht zugänglich, voller Anregungen. Seine Entwürfe einer anderen Wissenschaft, einer neuen Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft gehören zum geistigen Erbe unserer Zeit, sind Teil unseres Kulturlebens, sind Impuls und Inspiration.

Der Philosoph, Naturwissenschaftler und Goethe-Forscher Rudolf Steiner entwickelte die Anthroposophie als Geisteswissenschaft. Einen individuellen, christlich-spirituellen Entwicklungsweg, sichtbar in der Kunst, in sozialer Gestaltung und praktischen Initiativen.

In der Medizin setzte Steiner vor allem auf natürliche Arzneimittel. Er war der Meinung, dass sich ein kranker Körper oft auch selbst helfen und von alleine wieder gesund werden könne.

Rudolf Steiners Ansichten waren und sind bis heute ziemlich umstritten. Manche sagen, Steiners Ideen seien Unsinn. Es gäbe zum Beispiel gar keine wissenschaftlichen Beweise, dass anthroposophische Medizin wirkt. Es gibt aber auch auf der ganzen Welt bis heute Anhänger Rudolf Steiners. Sie leben auch heute noch nach den Ideen, die Steiner mit seiner "Anthroposophie" entwickelt hat.
 

28.02.11

Zum Wochenstart

"Wir sind nicht nur für unser Tun verantwortlich,
sondern auch für das was wir nicht tun."

Jean-Baptiste Molière

   
 
   

Stühlinger Online Januar 2011

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