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01.05.09
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Zum 1. Mai
Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Heinrich Heine (1797-1856)

Photo: Felix Andris - Stühlinger Online
Kundgebung des DGB zum 1. Mai
Zum Tag der Arbeit lädt der DGB zu seinem Programm ein. Um
10 Uhr beginnt ein ökumenischer Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche.
Daran schließt sich um 11 Uhr eine Demonstration vom Stühlinger
Kirchplatz aus an. Um 12 Uhr beginnt eine Kundgebung mit der Hauptrednerin
Marion von Wartenberg, die stellvertretende DGB-Landesvorsitzende.
Musik kommt von der Skyline Big Band und von Cover Finest. Im Rahmen-programm
gibt es neben Speisen und Getränken auch ein spezielles Kinderprogramm.
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06.05.09 |
JAZZ & DOGS
Die Konzertreihe im E-Werk Freiburg ansonsten immer Mittwochs ab 21.15
Uhr bei freiem Eintritt ab 20.30 Uhr fällt heute wegen einer
Veranstaltung in der E-Werkhalle aus.
weitere Informationen unter: www.jazzanddogs.de
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08.05.09 |
Spielenachmittag
Am heutigen Freitag veranstalten die Stühlinger Stadtteilkonferenz
und das Spielmobil wieder einen Spielenachmittag für Kinder.
Von 14.30 Uhr bis 17 Uhr sind alle Kinder aus dem Stadtteil Stühlinger
in die Eschholzstraße 94 - 96
eingeladen.
Spiele, Waffeln, Getränke - für alles ist gesorgt. Bei
schlechtem Wetter findet der Spielenachmittag im Jugendzentrum
"Letz Fetz" statt.
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10.05.09 |
Muttertag
ist ein Feiertag am 2. Maisonntag zu Ehren der Mutter und wurde
1907 in den USA von Ann Jarvis propagiert ( seit 1914 offizieller
Festtag ). In Deutschland wurde er nach dem 1. Weltkrieg übernommen.
Es sei nebenbei bemerkt, dass sich die Mütter nicht immer nur
über Blumen alleine freuen. Deshalb zum Abschluß noch
ein Gedicht:
Wir wären nie gewaschen und meistens nicht gekämmt,
die Strümpfe hätten Löcher und schmutzig wär
das Hemd,
wir äßen Fisch mit Honig und Blumenkohl mit Zimt,
wenn du nicht täglich sorgtest, dass alles klappt und stimmt.
Wir hätten nasse Füße und Zähne schwarz
wie Ruß
und bis zu beiden Ohren die Haut voll Pflaumenmus.
Wir könnten auch nicht schlafen, wenn du nicht noch mal
kämst
und uns, bevor wir träumen, in deine Arme nähmst.
Und trotzdem! Sind wir alle auch manchmal eine Last:
Was wärst du ohne Kinder? Sei froh, dass du uns hast.
( Eva Rechlin )
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12.05.09 |
Setzen Sie auf Humor
Humorvolle Menschen sind, das haben Wissenschaftler festgestellt,
gesünder, sie haben mehr Freunde, sind bei anderen Menschen
beliebter, sind oft kreativer und können besser mit Problemen
umgehen. Wird etwas für lustig befunden, dann wird nicht
etwa das Lachen an-, sondern dessen Unterdrückung ausgeschaltet.
Denn wir arbeiten im Grunde ständig daran, unsere Mimik im
Griff zu behalten. Lachen bzw. Lächeln ist unser eigentlicher
Naturzustand.
Kleine Kinder lachen etwa 400 Mal am Tag, Erwachsene im Durchschnitt
nur 15 Mal. Das liegt unter anderem daran, dass bei Kindern die
Unterdrückung des Lachens noch nicht so gut funktioniert
die betroffene Hirnregion reift nämlich erst relativ spät.
Deshalb lachen Kinder so viel und sind so leicht zum Lachen zu bringen.
Selbst wenn Tränen fließen, schalten sie sehr schnell
wieder um auf "lachen".
Humor und Lachen sind jedem von uns von Natur aus gegeben. Humorlosigkeit
hingegen ist erlernt bzw. anerzogen. Versuchen Sie's: Begegenen
Sie dem Leben mit mehr Humor.
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14.05.09 |
Zum Nachdenken
"Das Alter, das man haben möchte,
verdirbt das Alter, das man hat."
Paul von Heyse
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16.05.09 |
Die Luthergemeinde feiert
Mit einer Festwoche begeht die evangelische Luthergemeinde
ab kommendem Wochenende ihr 100-jähriges Bestehen als eigenständige
Pfarrei. Damit ist die ehemalige Lutherpfarrei die Mutter aller
weiteren evangelischen Pfarrei-gründungen im Stühlinger
sowie in Mooswald, Betzenhausen, Landwasser, Hochdorf, March und
Umkirch. Heute ist die Lutherkirche als Predigtbezirk ein Teil der
"Pfarrgemeinde West", in der die Freiburger Westgemeinden
organisatorisch zusammenwirken.
Höhepunkt der Feierlichkeiten ist ein Festgottesdienst am Sonntag,
17. Mai, ab 9.30 Uhr, in der Lutherkirche am Friedrich-Ebert-Platz.
Die Predigt hält der südbadische Prälat Hans Pfisterer.
Chor, Solisten, Orchester bringen "Te Deum laudamus" unter
der Leitung von Beata Veres-Nonnenmacher zu Gehör. Liturg ist
Gemeindepfarrer Horst Herbert.
Im Anschluss an den Festgottesdienst wird die Ausstellung "Bibelbilder"
des Pfarrers Rolf Brauchle eröffnet. Es folgen ein Jubiläumsempfang
und ein gemeinsames Mittagessen. Der benachbarte Kindergarten lädt
zum Tag der offenen Tür, und ab 15 Uhr wird zum Gemeindenachmittag
mit Filmvorführung, Stepptanz und Unterhaltung geladen.
Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet bereits am Samstag, 16.
Mai, 19 Uhr, eine Podiumsdiskussion im Kinosaal der Gemeinde,
Lutherkirchstraße 3. Unter der Moderation von Pfarrer Wolfgang
Schmidt von der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) diskutieren
Renate Kirchhoff (Evangelische Hochschule Freiburg), Dorothee Schlenke
(Pädagogische Hochschule Freiburg), Volker Weymann (ehemals
Evangelische Akademie Tutzing), Bürgermeister Ulrich von Kirchbach,
Dekan Markus Engelhardt, Pfarrer Hansjörg Rasch (katholische
Herz-Jesu- und St. Josef-Pfarrei) und Knuth Stemmer, Vorsitzender
der Pfarrgemeinde West, zum Thema "Kirche, wohin gehst du?".
Am Mittwoch, 20. Mai, 14.30 Uhr, gibt es einen Seniorennachmittag
im Gemeindesaal unter dem Motto "Weißt Du noch?
Erinnerungen und Bilder aus der Geschichte der Luthergemeinde".
Und für Donnerstag, 21. Mai (Christi Himmelfahrt), 10.30 Uhr,
laden alle Westgemeinden zu einem gemeinsamen Festgottesdienst im
Eschholzpark mit Kinderprogramm und Bewirtung ein.
Den Abschluss der Festwoche bildet ein Gottesdienst zum Thema "Kunst
in der Lutherkirche" am Sonntag, 24. Mai, 9.30 Uhr:
Pfarrer Brauchle, der auch als Künstler tätig ist, und
Gemeindepfarrer Horst Herbert halten die Predigt gemeinsam. Es singt
die Junge Kantorei Freiburg Heidelberg unter der Leitung
von Christoph Andreas Schäfer. Das Jubiläum endet am Sonntagabend,
19 Uhr, mit einem Konzert für Trompete und Orgel.
Für das erste Kirchengebäude der im Januar 1909 gegründeten
Lutherpfarrei war vier Jahre später (1913) der Grundstein gelegt
worden. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg konnte allerdings die
damals neue Kirche am ehemaligen Hohenzollernplatz (heute Friedrich-Ebert-Platz),
die ein kunstvoller Bau mit Klassizismus- und Jugendstilelementen
war, erst 1919 eingeweiht werden. Doch beim Bombenangriff auf Freiburg
im November 1944 fiel diese Lutherkirche in Trümmer. Der stürzende
Turm begrub die Frau des Kantors, die Pfarrfrau und vier Kinder
unter sich. Die zweite Lutherkirche am Eingang zu den Universitätskliniken
wurde im Juni 1953 in Gebrauch genommen. Fünf Gemeindepfarrer
hat die Gemeinde bisher erlebt: Otto Lang, Erwin Hegel, Robert Zitt,
Eugen Wölfle sowie seit zwölf Jahren Horst Herbert, der
als Seelsorger für den nördlichen Teil des Stühlingers
zuständig ist.
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19.05.09 |
Vorsicht geboten mit WLAN
Nahezu in jedem Notebook und in vielen Desktop-PCs ist heutzutage
standardmäßig eine WLAN-Karte eingebaut. Den integrierten
WLAN-Router und das Modem bekommen Sie in der Regel gleich dazu,
wenn Sie einen DSL-Anschluss mieten. Das klingt zunächst undramatisch
- ist es aber keineswegs. Denn, wenn Sie per WLAN über eine
unverschlüsselte Verbindung surfen, könnte der Nachbar
nebenan allerhand über Sie persönlich oder sogar das Passwort
für Ihr Online-Bankkonto in Erfahrung bringen.
Unerbetene Trittbrettfahrer sind indessen wohl mehr die harmlose
Variante der Konsequenzen aus einer unzureichend verschlüsselten
WLAN-Verbindung. Weitaus folgenschwerer für Sie könnte
es sein, wenn über Ihr unverschlüsseltes WLAN ihre kompletten
Zugangsdaten für Online-Banking ausgespäht werden. Mit
einem unverschlüsselten WLAN verhalten Sie sich nämlich
so, als würden Sie Ihre Passwörter der ganzen Stadt mit
einer ganzseitigen Anzeige in der Tageszeitung mitteilen. Jeder
kann sie lesen.
Ein Datendieb könnte einfach Ihren unverschlüsselten
Datenverkehr mitschneiden, ohne, dass Sie es überhaupt mitbekämen.
Das wollen Sie bestimmt nicht. Aber selbst wenn Sie Ihre Verbindung
verschlüsselt haben sollte, ist Ihre Verbindung vor Missbrauch
keineswegs rundum geschützt. Die übliche WEP-Verschlüsselung,
zum Beispiel, könnte fast jeder knacken. Zum Ausspähen
einer Verbindung sind bestimmte WLAN-Karten und Tools - wie z. B.
"Aircrack" - erforderlich, die jeder sich leicht beschaffen
könnte. Das Ausspähen von Daten des Nachbarn ist zwar
strafbar, aber das besagt nicht, dass es nicht dennoch gemacht wird.
Was bedeutet Verschlüsselung? Mit ihr wird über ein mathematisches
Verfahren bewirkt, dass Ihre über eine drahtlose Verbindung
übertragenen Daten unlesbar gemacht werden. Das heißt,
bei der Verbindung zwischen Ihrem PC und dem WLAN-Router benutzen
Sie ein Passworts (Schlüssel) , das die Verschlüsselung
in Gang setzt.
Im Wesentlich werden drei Verschlüsselungsarten eingesetzt:
WEP: Es wird von Experten empfohlen, diese Verschlüsselung
nicht zu benutzen, weil sie Schwachstellen enthalten soll, die es
Dritten ermöglichen, eine so verschlüsselte Verbindung
innerhalb weniger Minuten zu knacken.
WPA: Diese Verschlüsselung hat gegenüber WEP gewisse
Vorteile, gleichwohl aber auch Schwachstellen, namentlich, wenn
das von Ihnen ausgewählte Passwort zu einfach ist. Mit einem
so genannten "Wörterbuchangriff" lässt sich
dann Ihr Passwort relativ schnell ausspähen.
WPA2: Dieses Verschlüsselungsverfahren wird von Experten
empfohlen. Problem: Nicht jede Hardware unterstützt dieses
Verfahren.
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21.05.09 |
Christi
Himmelfahrt - Vatertag
Stühlinger Online wünscht
allen Vätern und all denen, die es noch werden wollen, einen
schönen Tag.
Der volkstümliche Vatertag wird in Deutschland am christlichen
Feiertag "Christi Himmelfahrt gefeiert, dem 40. Tag nach
Ostern. Er wird auch als Männertag oder, vor allem in Ostdeutschland,
als Herrentag bezeichnet. Seit 1936 ist Christi Himmelfahrt in Deutschland
gesetzlicher Feiertag (in der ehemaligen DDR war der Tag nur bis 1966
und im Jahr 1990 ein gesetzlicher Feiertag).
Die heutige Form des Vatertagfeierns ist Ende des 19. Jahrhunderts
in Berlin und Umgebung aufgekommen und erfreut sich bei Männern
immer noch großer Beliebtheit. Kernelement war dabei die Einweihung
der Jüngeren in die Sitten und Unsitten von "Männlichkeit".
Der Herrentag ist vor allem in Ostdeutschland durch die sogenannte
Herrenpartie gekennzeichnet. Die Teilnehmer (traditionell ausschließlich
männlich jung und alt) machen dabei meist eine Wanderung
oder eine gemeinsame Ausfahrt, bei denen oftmals viel Alkohol konsumiert
wird.
Dabei hat man häufig traditionelle Ausflugspunkte als Ziel
oder man tourt von Gaststätte zu Gaststätte. Bei Wanderungen
werden häufig Handwagen, Bollerwagen oder Schubkarren mitgeführt,
um die Getränke besser trans-portieren zu können. Für
die Ausfahrten werden meist Fahrräder (zum Teil mit Hänger),
Kremserwagen (Kutschen) oder ältere Traktoren mit Hänger
genutzt. Die Fahrzeuge oder Wagen werden dabei teilweise nur an
diesem Tag genutzt und dafür speziell umgebaut, z.B. besondere
Fahrradtandems oder Fahrräder mit mehr als einem Dutzend Sitzplätzen.
Häufig werden die Gefährte mit Flieder und Birkenzweigen
geschmückt.
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23.05.09 |
60 Jahre Grundgesetz
Heute vor 60 Jahren wurde unser Grundgesetz verkündet. Das Grundgesetz
galt für die Bundesrepublik Deutschland. Es war eigentlich eine
Verfassung, aber man wollte noch keine endgültige Verfassung
beschließen. Dies sollte erst im geeinten Deutschland erfolgen
und damals gab es das ja noch nicht. Es gab eine Reihe von
Problemen, die gelöst werden mussten, bevor das Grundgesetz gültig
werden konnte. Zum Beispiel stritten die Mitglieder des Parlamentarischen
Rates (so hieß die Versammlung, die das Grundgesetz vorbereitet
hat), um den Gleichheitsgrundsatz von Frauen und Männern.
Dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben sollten, war
keineswegs für alle selbstverständlich. Es gab bei vielen
Fragen heftige Diskussionen, oft mussten Kompromisse gefunden werden.
Schließlich wurde das Grundgesetz mit 53 Ja- und zwölf
Nein-Stimmen angenommen. Konrad Adenauer, der Präsident des Parlamentarischen
Rates, hat es am 23. Mai 1949 verkündet.
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25.05.09 |
Zum Nachdenken
Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt,
als noch höhere, die man außer acht läßt.
Albert Schweitzer
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27.05.09 |
JAZZ & DOGS
Die Konzertreihe im E-Werk Freiburg wie immer Mittwochs ab 21.15 Uhr
bei freiem Eintritt ab 20.30 Uhr.
weitere Informationen unter: www.jazzanddogs.de
heute:
Ladies in Jazz Vol. 5
Neele & Band
Vocal Jazz
Das Repertoire dieser Band reicht von modernen Jazztunes, einfühlsamen
Balladen und groovendem Funk bis hin zu schweißtreibenden
Latinnummern.
Neele Pfleiderer - Voc
Tilman Günther - Piano
Peter Streicher - Bass
Daniel Mudrack - Drums
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29.05.09 |
Lutherkirche - Einst
Prachtbau, dann schlichter Neubau
Der Bevölkerungszuwachs in den Jahren von 1880 bis 1910 brachte
auch eine stetige Erweiterung von Freiburg jenseits der Bahnlinie
nach Westen mit sich. Da zugleich auch die Zahl der Protestanten beständig
anstieg, beschloss die evangelische Kirchenbehörde 1909 die Errichtung
einer ersten selbstständigen Westgemeinde, der sie den Namen
Lutherpfarrei
gab. Bald schon befasste man sich auch im städtischen Gemeinderat
mit den Plänen für einen Kirchenneubau im Gebiet des damaligen
Hohenzollernplatzes (heute: Friedrich-Ebert-Platz).
Bereits 1902 wurde für den Stühlinger ein eigenes Vikariat
eingerichtet. Dessen Leitung übertrug man Otto Lang, der 1909
zum ersten Pfarrer der neuen Gemeinde ernannt wurde. Bis zu seinem
Tode im Jahre 1938 blieb er der Seelsorger der ständig wachsenden
Luthergemeinde, die bereits bei ihrer Gründung 4700 Gemeindeglieder
zählte.
Dies war auch der Grund, warum die Stadt unter ihrem damaligen
Oberbürgermeister Otto Winterer im Jahr 1911 ein Bauprogramm
und einen Wettbewerb ausschrieb, den die Architekten "Schuster
und Christen" für sich entscheiden konnten. Wohl eine
der letzten Amtshandlungen von OB Winterer, der kurz vor seiner
Pensionierung auch sein 25-jähriges Dienstjubiläum feierte,
war die Grundsteinlegung für das neue Gotteshaus. Weder dessen
Fertigstellung im Herbst 1916 noch die feierliche Einweihung am
23. März 1919 die hatte sich durch den 1. Weltkrieg
verzögert , konnte Otto Winterer mehr miterleben: Er
war mit 69 Jahren am 26. Februar 1915 gestorben.
Kirchenbau war sichtlich "ein Kind seiner Zeit". Der prächtige
Bau war deutlich geprägt vom Jugendstil, der sich vor allem in
der hohen, verspielten, kuppelförmigen Kirchturmspitze zeigte.
Die mächtige Eingangsfassade mit den vier Portalsäulen hingegen
war recht klassisch gestaltet worden. An die Kirche wurden außerdem
auf dem großen Areal zwischen dem heutigen Friedrich-Ebert-Platz,
der Barbara-, Lutherkirchstraße (früher Büggenreutherstraße)
und Hugstetterstraße ein großzügiges Pfarrhaus und
ein Gemeindesaal angebaut. Als Baumaterial diente ein Kunststein aus
Muschelkalk.
Von dem Prachtbau blieb nur ein Trümmerfeld übrig, als
der verheerende Bombenhagel des 27. November 1944 über den
Stühlinger hinweg gezogen war. Acht Jahre lang feierte die
Gemeinde ihre Gottesdienste in einer Holzbaracke, einer "Notkirche",
die auf dem Trümmergelände errichtet worden war. Sie musste
im Jahre 1952 weichen, als am alten Platz der Lutherkirche ein schlichter
Neubau entstand. Der ist zwar nach dem alten Lageplan ausgerichtet,
wurde aber nach den Entwürfen des Mannheimer Architekten Max
Schmeckel in schlichter Einfachheit gestaltet. Lediglich die breite
mehrstufige Eingangstreppe wurde als Gestaltungselement beibehalten.
Immer wieder war in den vergangenen Jahrzehnten im Rahmen der Strukturdebatten
auch die Rede davon, dass man das Gotteshaus schließen und weltlichen
Zwecken zuführen könnte. "Eine Schließung ist
inzwischen aber wohl vom Tisch", betont Pfarrer Horst Herbert,
seit zwölf Jahren im Amt. Schließlich sei die Luthergemeinde
die "Mutter" aller evangelischen Kirchen, die seither im
Westen bis zur March entstanden sind. Das 100-jährige Jubiläum
feierte man letzte Woche mit verschiedenen Aktivitäten, gemeinsam
mit den weiteren evangelischen Pfarreien, die in der "Pfarrgemeinde
West" zusammengeschlossen sind.
Quelle: BZ |
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