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August 2009
 
 

 


Stühlinger Online
 
 
01.08.09

Herz-Jesu-Kirche wird die neue Nummer 1

Ein Jahr nach der Wiedereröffnung der renovierten Herz-Jesu-Kirche am Stühlinger Kirchplatz und der Benennung des Amalie-Gramm-Wegs bekommt das Gotteshaus nun auch eine neue Adresse: Amalie-Gramm-Weg 1.

Durch die Namensgebung für den Fußweg, der zwischen Engelbergerstraße und Wannerstraße über den Platz verläuft, wurde die Umnummerierung des Anwesens der Kirche notwendig. Bislang zählte das Kirchengebäude als Klarastraße 63 (die Klarastraße stößt im östlichen Teil des Kirchplatzes von beiden Seiten an den Kirchplatz).

Das Erbe der Stifterin Amalie Gramm (1841 bis 1906) hatte die 2008 abgeschlossene Kirchenrenovierung mit ermöglicht. "Mehr als 100 Jahre nach ihrem Tode hat die großherzige Stifterin der Herz-Jesu-Kirche nun auch den verdienten Eintrag in das Straßenregister der Stadt Freiburg erhalten", so Gerti Müller vom Pfarrgemeinderat.

Die neue Hausnummer wird am Samstag, den 1. August, um 10.30 Uhr angebracht.


Pfarrer Hansjörg Rasch und die Stiftungsräte Gerti Müller und Michael Reinmuth in Aktion

zu Amalie Gramm, von Gerti Müller:

Maria Katharina Amalie Gramm wurde am 1. Februar 1841 in Freiburg geboren und am selben Tag in der Dompfarrei getauft. Sie war das dritte Kind und die einzige Tochter von Johann Baptist Gramm und Walburga Amalie geb. Phrr. Die Eltern stammten aus bekannten Freiburger Familien.

Über Kindheit und Schulausbildung von Amalie ist bisher nichts Genaueres bekannt. Sie wuchs sicherlich als sogenannte „höhere Tochter“ auf und bekam die damals übliche Ausbildung. Ihrem Wunsch ins Kloster einzutreten, wurde nicht stattgegeben, wohl auch, weil der älteste Sohn Johann Ignaz August in den Jesuitenorden eintrat. Der zweite Bruder Johann Baptist gründete mit Emma Filling eine Familie.

Nach dem Tod der Eltern war Amalie eine wohlhabende Frau. Gemeinsam mit ihrem Bruder und dessen Familie lebte sie im elterlichen Haus in der Kaiserstraße 13, heute Habsburgerstraße/Ecke Bernhardstraße. Das Anwesen muss sich bis an die Karlstraße erstreckt haben. Das heutige neue Stadthotel Kolping ist auf dem ehemaligen Gramm’schen Garten errichtet.

Ins Kloster durfte Amalie nicht eintreten, aber mit ihrem Erbe wollte sie Gutes tun. Und das tat sie reichlich. Sie hinterlegte aus ihrem Erbe von mindestens 1 Million in Aktien 150.000 Goldmark bei der damaligen Gewerbebank und bestimmte, dass das Geld nur dann zur Verfügung stand, wenn noch im selben Jahr (1892) mit dem Bau einer dritten Kirche in Freiburg begonnen würde. 1897 konnte die Herz-Jesu-Kirche feierlich eröffnet werden. In der Festschrift ist sie namentlich nicht erwähnt, es ist nur die Rede von einer ungenannten großherzigen Stifterin.

Im Testament von Amalie Gramm aus dem Jahre 1893 sind als Vermächtnis weitere 200.000 Mark für die Herz-Jesu-Kirche genannt, mit der Bitte einmal im Monat eine Messe für die Stifterin und alle Wohltäter zu lesen.

Dieses testamentarisch festgesetzte Vermächtnis war das Kapital, aus dessen Zinsen der Unterhalt des Pfarrers und der Vikare bestritten werden sollte. Mit diesem Kapital wurden die Herz-Jesu-Pfarrpfründe und der Vikariatsfonds gegründet. Bereits zu Lebzeiten überlies Amalie Gramm der Pfarrei Grundstücke in Kenzingen.

Die Gesamtausgaben für den Bauplatz, den Bau, die Einrichtung und Ausschmückung der Kirche im Stühlinger beliefen sich damals auf etwa 1 Million Mark. Genau diese Summe musste heute in Euro für die Innensanierung und Renovierung aufgebracht werden und auch da hat Amalie Gramm, die großherzige Stifterin und Gönnerin der Herz-Jesu-Kirche wieder geholfen.

Mehr als 100 Jahre nach dem Tod der am 2. Januar 1906 verstorbenen Gönnerin konnte die Pfarrei aus dem Erlös des Verkaufs von Baugrundstücken in Kenzingen ein Drittel der Renovierungskosten, die sich auf 1 Million Euro belaufen, erlösen.

Amalie Gramm war die Vorsitzende des Paramentenvereins, der liturgische Gewänder herstellte und bestickte. In der Stiftungsakte von Herz-Jesu, die sich im Erzbischöflichen Archiv befindet, gibt es eine Urkunde die zeit, dass sie auch für liturgische Gewänder und liturgische Geräte für die Kirche, wie Messkelche und dergleichen spendete.

Jeden Sonntag lud Amalie Gramm in Freiburg tätige Dienstmädchen in ihr Haus ein. Sie stellte Stoffe und Garn zur Verfügung und sorgte dafür, dass sich die Mädchen an ihrem freien Nachmittag ihre Aussteuer nähen konnte.

Für die St. Ursula-Schule, die wir wohl alle kennen, war sie die große Gönnerin. Amalie Gramm kaufte das Haus in der Eisenbahnstraße 45 und stellte es den Ursulinen für eine konfessionelle Schule zur Verfügung. Um nicht die alleinige Gesellschafterin zu sein hat sie Anteile an andere Personen abgetreten. Genannt im Gesellschaftervertrag ist sie als Geschäftsführerin der Schule.

In ihrem 1893 errichteten Testament hat sie zunächst ihre Geschwister, dann die Herz-Jesu-Kirche und an dritter Stelle die Schule bedacht. Darüber hinaus erhielten viele andere Einrichtungen und Personen unterschiedliche Beträge aus ihrem Nachlass.

Es war mir eine Herzensangelegenheit mich dafür einzusetzen, dass nach Amalie Gramm, dieser großherzigen Stifterin und Wohltäterin eine Straße, ein Weg oder ein Platz benannt wird. Froh und stolz bin ich, dass es mir gelungen ist, in Zusammenarbeit mit Bürgermeister von Kirchbach die Benennung dieses Weges recht schnell und unbürokratisch zu erreichen. Allen, die mir dabei behilflich waren und mich auf der Suche nach Unterlagen über das Leben und Wirken von Amalie Gramm unterstützt haben, danke ich ganz, ganz herzlich.
 

 
03.08.09

Warum der Lyoner Lyoner heißt

Bis in die Renaissancezeit hinein waren alle Wurstwaren von der Farbe her grau. Es gab außer Pökelsalz keine Konservierungsstoffe, außer Räuchern keine Konservie­rungsmittel und somit war nahm jede Wurst, die nicht durch Blutgehalt rot bis schwarz eingefärbt war, eben eine graue Farbe an.

In Lyon kam man gegen Ende des 16. Jh. auf den Gedanken, Fleischwürste mit Safran einzufärben, worauf sie eine rosarote (schweinchenrosa) Farbe annahmen. Dies war eine Wurst „a la lyonaise“, eben eine Lyonerwurst. Diese seltsame Färbung kann man noch heute bei den elsässischen Würsten bewundern, die dort zu Wurstsalat verarbeitet oder zum Choucroute gereicht werden.

Da das Saarland als Grenzgebiet mehrfach zwischen der französischen und deutschen Herrschaft hin und her wechselte, bürgerte sich „der Lyoner“ hier als Wurst ein. Auch mit den napoleonischen Soldaten kam die Wurst nach Deutschland, und zwar in die Pfalz und vor allem nach Bayern. In Bayern ist diese Wurst aber weiblich: es heißt „die Lyoner“.
 

05.08.09 10 Millionen Deutsche spielen online

Fast jeder Zweite unter 30 Jahren nutzt Online-Spiele.

10,3 Millionen Bundesbürger über 14 Jahren haben schon einmal Online-Spiele gespielt. Das entspricht einem Anteil von 14 Prozent in dieser Altersgruppe. Besonders beliebt sind Online-Spiele, also digitale Spiele, die über das Internet gespielt werden, bei den 14- bis 29-Jährigen. In dieser Altersklasse spielt fast jeder Zweite (45 Prozent) über das Internet. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin anlässlich der Leipziger Spielemesse „Games Convention Online“ mit.

Besonders beliebt sind Denk- und Strategiespiele. Knapp die Hälfte der Online-Gamer (45 Prozent) spielt sie. Von jedem Vierten (24 Prozent) genutzt werden sogenannte Casual Games. Das sind Spiele mit leicht zu erlernenden Regeln für die kurze Ablenkung wie Sudokus, Kreuzworträtsel oder Wissensspiele.

Am meisten verwendet werden Spiele, die direkt im Internetbrowser gespielt werden können. Fast drei Viertel (73 Prozent) aller Online-Spieler nutzen sie überwiegend. Meist gebrauchtes Spielgerät ist derzeit der Computer. Künftig sollen jedoch andere Zugangsformen zum Internet an Bedeutung gewinnen, etwa über Spielkonsolen oder mobile Geräte.

Quelle: BITKOM e.V.
  

06.08.09

Rolf Böhme wird 75

Freiburgs langjähriger früherer Bürgermeister und Ehrenbürger Rolf Böhme feiert heute seinen 75. Geburtstag. Mit Rücksicht auf die Ferienzeit wird die Stadt Freiburg für Rolf Böhme am 11. September einen Empfang im Historischen Ratsaal des Rathauses geben.

Böhme, der in der Wiehre wohnhaft ist, war Oberbürgermeister von 1982 bis 2002 und war mehr als 30 Jahre in politischen Ämtern und Mandaten für Freiburg tätig.

Wir gratulieren!
 

08.08.09

Immobiliensuche im Stühlinger

Suchen Sie eine Immobilie im Stühlinger, so haben wir immer wieder Angebote für Sie in der Rubrik Immobilien.
 

10.08.09

Zum Nachdenken

"Von allen Dingen, die das Glück des Lebens ausmachen,
schenkt die Freundschaft uns den größten Reichtum."

Epikur
 

12.08.09

Internationaler Tag der Jugend

Der 12. August ist der Internationale Tag der Jugend. Die UNO, die diesen Tag ausgerufen hat, will damit deutlich machen, wie wichtig es ist, dass sich Jugendliche in allen Staaten der Welt an der Politik beteiligen. Und es ist wichtig, dass die Politikerinnen und Politiker bedenken, dass ihre Politik Auswirkungen auf die Jugendlichen hat.

Politik ist nämlich keine Angelegenheit, die nur die Erwachsenen angeht.
Denn Kinder und Jugendliche sind von politischen Entscheidungen direkt betroffen. Das betrifft Fragen der Ausbildung, der Gesundheit oder Umwelt ebenso wie Entscheidungen in der Wirtschafts- oder Sicherheitspolitik und in vielen anderen Bereichen. In diesem Jahr geht es der UNO vor allem darum deutlich zu machen, dass alte und junge Menschen solidarisch miteinander leben sollen – in den Familien, in den Gemeinden und Staaten.

Verantwortung füreinander übernehmen, miteinander sprechen, sich zuhören und ernst nehmen – das soll über diesen Tag hinaus Geltung haben.
 

15.08.09

Heute vor 40 Jahren: Woodstock

Heute vor mittlerweile 40 Jahren fand das legendäre Woostock-Festival statt. Fast eine halbe Million Fans feierte nicht unweit der amerikanischen Metropole New York ein Hippie-Fest, das bis heute seinesgleichen sucht. Auch die unwetterartigen Regengüsse konnten die Besucher nicht davon abhalten, Sänger und Musiker wie The Who und Grateful Dead tatkräftig zu unterstützen. Schauplatz dieses Spektakels war eine Farm in Bethel, die dem Ansturm der Festivalbesucher nicht gewachsen war.

Den Namen behielt das Musikereignis, obwohl es wegen Proteste der Dorfbevölkerung eben nicht in Woodstock, sondern in Bethel stattfinden musste. Eine Eintrittskarte zu dem 3-tägigen Festival sollte damals 18 Dollar kosten. Doch nachdem der Besucheransturm die Begrenzungen missachtete, wurde es zu einem kostenlosen Openair erklärt. Der finanzielle Erfolg, den sich die Veranstalter erhofften, blieb auch deshalb aus.
 

17.08.09 Einladung an Rau

Die grüne Landtagsabgeordnete und Neu-Stadträtin Edith Sitzmann hat den Stuttgarter Kultusminister Helmut Rau (CDU) eingeladen, die Hebelschule im Stadtteil Stühlinger zu besuchen. Sie will ihn davon überzeugen, den Ausstieg der Landesregierung im Jahr 2005 aus der Finanzierung der Schulsozialarbeit wieder rückgängig zu machen.

Die Grund- und Hauptschule mit ihren 500 Schülerinnen und Schüler sei ein Beleg, wie wertvoll Schulsozialarbeit sei. Sie habe geholfen, die Gewalt einzudämmen, Schulschwänzer zu motivieren und die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu fördern. Doch die 75-Prozent-Stelle reiche nicht aus, nötig seien vielmehr zwei Sozialarbeiter.

Sitzmann kritisiert die künstliche Trennung zwischen Land und Kommunen in der Zuständigkeit: Das Land ist für die Bildung zuständig, Städte und Gemeinden für die Betreuung. Das sei von der Realität überholt.
 

19.08.09 Kleine Abkühlung

anlässlich der schwülwarmen Temperaturen.
 
20.08.09 Hätten Sie's gewußt ?

Die Hundstage heißen nicht etwa so, weil sie selbst Hunden zu heiß sind, sondern weil um diese Zeit des Jahres der Sirius, Hauptstern im Großen Hund, mit der Sonne zusammen aufgeht. Diese meist regelmäßig heiße Jahreszeit,
mit Nächten, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fällt, finden wir normalerweise in der Zeit vom 24. Juli bis 24. August.
 
22.08.09

Stimmt es, dass 7 Hornissenstiche ein Pferd töten könnten?

Hornissen können nicht zählen, deshalb kommt es äußerst selten vor, daß sich sieben zusammenrotten um ein Pferd platt zu machen! Trotzdem hält sich dieses Gerücht hartnäckig.

Andererseits ist der Biss eines einzigen Pferdes für eine Hornisse auf jeden Fall tödlich!
 

25.08.09

42 Jahre Farbfernsehen

Erst am 25. August 1967 konnte man in Deutschland die erste Farbe im Fernsehen sehen: Es war der rote Knopf, mit dem der damalige Außenminister Willy Brandt, symbolisch das Farbfernsehen anschaltete. Hunderttausende wollten diesen Moment live miterleben, aber einen eigenen Fernseher konnten sich nur wenige Familien leisten. Daher versammelten sich die Menschen vor Schaufenstern von Fernsehgeschäften, in den Fernseher ausgestellt waren.

Es wurden aber nicht sofort alle Sendungen in bunt ausgestrahlt. Denn die alten Filme und Sendungen waren schließlich in schwarzweiß aufgezeichnet worden. Daher konnten nur die Programme in Farbe gesendet werden, die neu produziert wurden. Und weil es am Beginn also etwas ganz Besonderes war, wurden einige Jahre lang bunte Sendungen in den Fernsehzeitschriften extra angekündigt.
 

31.08.09

Zum Nachdenken

"Wer mit dem Herzen lächelt, ist in Kontakt."

Peter Horton
 

   
 
   

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