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01.07.06
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Kein Licht ohne Schatten
Mit Argentinien musste das gestern das nächste Team vor der DFB-Elf
kapitulieren. Deutschland war diesmal die glücklichere von zwei
sehr guten Mannschaften, die sich taktisch ein famoses Duell lieferten.
Man hätte irgendeine Reaktion erwartet, einen Schrei oder geballte
Fäuste, aber da war nichts. Keine Regung in Jens Lehmanns Augen,
als der von Estéban Cambiasso geschossene Ball von den Handschuhen
abklatschte. Kein Jubel, als die Meute ekstatischer Teamkollegen auf
ihn zustürmte und das Berliner Olympiastadion kurzzeitig zum
größten Tollhaus der Welt geworden war. Nur der rechte
Zeigefinger wippte leicht vor und zurück als äußeres
Zeichen, dass der Torwart Lehmann seine Mannschaft gerade ins Halbfinale
der WM gebracht hatte. Dann begruben ihn die Mitspieler unter sich.
Zwanzig Meter entfernt stand Cambiasso und weinte.Jürgen Klinsmann
denkt schon weiter als bis zum Halbfinale, dass uns am kommenden Dienstag
gegen Italien erwartet.
Die Stimmung in Sachen Fussball ist derzeit auch in Freiburg kaum
zu toppen.
Doch der Sport hat sich leider in einer anderen Disziplin von seiner
häßlichen Seite gezeigt. Eine Sportart ist dort am Scheideweg:
Der jüngste Doping-Skandal unmittelbar vor der Tour de France
ist ein weiterer Beleg für die These, dass Doping und Radsport
unzertrennlich sind. Die Szene braucht mehr denn je eine Selbstreinigung,
um nicht in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.
Diese Tour droht, die größte Radsportfarce seit Erfindung
der Aufputschmittel zu werden. Im Prinzip ist jeder, der Chancen hatte,
vorne mitzufahren, nicht mehr dabei. Sie wurden von ihren Teams suspendiert.
Fazit: Lügen haben eben doch die kürzeren Beine.
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04.07.06 |
60 Jahre Bikini
Vor 60 Jahren präsentierte der Modedesigner Louis Réard
der Welt den ersten zweiteiligen Badeanzug - der Bikini schlug ein
wie eine Bombe. Anfangs skandalös ist der Bikini heute ein modisches
Muss.
1946: Der Modedesigner Louis Réard sucht verzweifelt nach einem
Mannequin für seine neueste Kreation. Doch keine der seriösen
Damen erklärt sich bereit. Kurzerhand engagiert Réard
die Nackttänzerin Micheline Bernardini. Mit nur vier Stoffdreiecken
bekleidet schreitet Bernardini über den Laufsteg und löst
im katholischen Frankreich einen Skandal aus.
Der Bikini schlug ein wie eine Bombe - wie die erste Atombombe
der Nachkriegszeit, die die USA wenige Tage vor der Präsentation
des Zweiteilers über dem Bikini-Atoll abgeworfen hatten. Daher
der Name? Der Vater des Bikinis, Louis Réard, bestritt diesen
Zusammenhang: Er habe nur an pazifische Strandromantik gedacht,
als er seine Kreation nach der Insel benannte.
Am Anfang ein Skandal und nur von sehr modemutigen Damen getragen,
schaffte der Bikini in den 60er Jahren mit tatkräftiger Hilfe
der Filmindustrie den Durchbruch. 1956 eroberte die 21-jährige
Brigitte Bardot im weißen Bikini in dem Film "Und immer
lockt das Weib" Männerherzen. Nicht weniger sexy war Ursula
Andress' Auftritt 1962 in "James Bond 007 jagt Dr. No":
Mit Messer im Höschen entsteigt sie den Fluten. Da bleibt auch
dem Geheimagenten die Spucke weg: "Wahrhaft ein hübsches
Nichts, das Sie da beinahe anhaben", kommentiert Bond. Von diesem
Moment an war der Bikini ein modisches Muss und eroberte die Strände
von der Copacabana bis zum heimischen Baggersee. Heute gehören
Bikinis ganz selbstverständlich zur Bademode und bereichern sportlich
oder gewagt die Mode-Kollektionen der Star-Designer.
Vor 70 Jahren war in Deutschland von derartigen Hinguckern noch keine
Rede. Am 18.08.1932 sorgte dort die "Ergänzung zur Badepolizeiverordnung"
für strenge Disziplin beim Baden. Das öffentliche Nacktbaden
wurde untersagt und es wurden exakte Vorschriften für die Badekleidung
erlassen. Badeanzüge für Frauen mussten Brust und Leib an
der Vorderseite des Oberkörpers vollständig bedecken sowie
mit angeschnittenen Beinen und einem Zwickel versehen sein. Kein Wunder
also, dass der erste Bikini einen Schock auslöste. Obwohl die
Schuld an dem Schocker eigentlich bei der US-Armee lag. Sie hatte
die Devise an die Bademodenhersteller gegeben, so wenig Stoff wie
möglich zu verbrauchen, da jeder Fetzen Stoff für die Herstellung
von Fallschirmen benötigt werde. |
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10.07.06 |
Zum Nachdenken oder
Schmunzeln
"Was der Bauer nicht kennt, daß frisst er nicht.
Würde der Städter kennen, was er frisst - er würde
umgehend Bauer werden."
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15.07.06 |
Zahl älterer
Surfer hat sich verdoppelt
Die Zahl der über 60 Jahre alten Internetnutzer hat sich in
den vergangenen vier Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt.
35 % dieser Gruppe sind mittler-weile online. 70 % aller Surfen
nutzen das Netz für Preisvergleiche, 59 % zum Einkaufen.
Was die Internetnutzung betrifft, verschwinden die anfänglich
großen Unterschiede zwischen Älteren und Jüngeren
sowie Männern und Frauen zusehends. Dies ist das Ergebnis einer
repräsentativen Studie der Forschungsgruppe Wahlen. So hat sich
der Anteil der Onliner in der zahlenmäßig großen
Gruppe der über 60-Jährigen in den letzten vier Jahren mehr
als verdoppelt. Er lag waren im zweiten Quartal 2006 bei 35 %.
Zwar haben nach wie vor deutlich weniger Frauen (60 %) als Männer
(73 %) Zugang zum Netz. Doch vor allem bei jungen Surfern (unter 35
Jahren) sind die Unterschiede nur noch minimal (Männer: 87 %,
Frauen: 85 %). Bei den über 60-Jährigen gingen 44 % der
Männer, aber nur 28 % der Frauen online.
Die Daten beruhen auf einer telefonischen Befragung von knapp 3570
Teilnehmern über 18 Jahre. 30 % der Befragten verwendeten das
Internet im zweiten Quartal zur Jobsuche - ebenso viele wie vor
einem Jahr. Dabei liegt
der Anteil unter Frauen (31 %) sogar höher als der unter Männern
(28 %).
Bei der Nutzung des Internets zeigte sich auch Überraschendes.
So verglichen immerhin 70 % der Teilnehmer Preise online - aber
nur 59 % kauften dann tatsächlich Waren und Dienstleistungen
online ein. Wasser auf die Mühlen
von Online-Werbe-Anbietern wie Google, die behaupten, dass das Netz
viel häufiger bei Kaufentscheidungen ausschlaggebend sei, als
bisher angenommen, auch wenn der Kauf selbst dann offline abgewickelt
wird.
51 % der Befragten nutzten Online-Banking. Gut ein Drittel der
Befragten interessierte sich für Nachrichten aus Politik, Wirtschaft
und Börse.
29 % informierten sich im Internet über Versicherungen. Online-Brokerage,
d.h. der Handel mit Wertpapieren übers Netz, ist jedoch eine
Angelegenheit von gerade mal 11 %.
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22.07.06 |
Wie soll der Lederleplatz
in Zukunft aussehen?
Der Bürgerverein Stühlinger lädt die BürgerInnen
im Stühlinger ein, sich am Montag, den 24. Juli 2006 um 19:30
Uhr aktiv an der Diskussion im Architekturforum über eine mögliche
künftige Gestaltung des Lederleplatzes
zu beteiligen.
Zwei Architekten werden Vorschläge für die Umgestaltung
des Brunnens vorstellen. Diskutiert werden diese Vorschläge
gemeinsam mit Martin Leser, stellvertr. Leiter Garten- und Tiefbauamt,
und Reinhard Schelkes, Stadtplanungsamt.
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24.07.06 |
Hundstage
Heute beginnen laut Kalender die Hundstage. Man fragt sich natürlich,
was für Tage wir die vergangenen Wochen hatten?
Die Hundstage heißen nicht etwa so, weil sie selbst Hunden zu
heiß sind, sondern weil um diese Zeit des Jahres der Sirius,
Hauptstern im Großen Hund, mit der Sonne zusammen aufgeht. Diese
meist regelmäßig heiße Jahreszeit finden wir normalerweise
in der Zeit vom 24. Juli bis 24. August.
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25.07.06 |
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Abkühlung
gefällig ?
Heute haben wir eine kleine Abkühlung für Sie vorbereitet,
nachdem die Ventilatoren im Fachhandel mittlerweile
schwer zu bekommen sind.
Doch gehen sie bitte nicht zu nahe an den Bildschirm.
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25.07.06 |
Kamillusfest
Unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden, Freunde zu
Gast bei uns" hat die katholische Klinikpfarrei Heilig Geist,
die die Patres des Kamillianer-ordens betreuen, das Kamillusfest
gefeiert.
Kamillus von Lellis hatte 1582 aus einer Wohn- und Gebetsgemeinschaft
von Krankenpflegern den Orden der Krankendiener, der Kamillianer,
gegründet. Kamillus ist Patron der Kranken wie auch der Pflegenden
und der Krankenhäuser. Gläubige aus Freiburg und dem Umland
sowie ehemalige Patienten waren zum Gottesdienst in die Klinikkirche
gekommen, der musikalisch vom Merdinger Kirchenchor gestaltet wurde.
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31.07.06 |
Amerikaner mit Blitz-SMS
ins Buch der Rekorde
Einen neuen Weltrekord im SMS-Tippen hat ein 18-Jähriger im
US-Bundesstaat Colorado aufgestellt: Er tippte einen komplizierten
Text von 160 Zeichen in einem Wettbewerb in knapp 43 Sekunden -
das reicht für das Guinnessbuch der Rekorde.
Ein 18-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Utah hat sich mit der schnellsten
SMS aller Zeiten in das Guinness- Buch der Rekorde "gesimst".
Ben Cook schaffte den Text mit 160 Zeichen bei einem Wettbewerb in
Denver (Colorado) in der Rekordzeit von 42,22 Sekunden, berichteten
US-Medien am Samstag. Cooks Preis war ein neues Telefon und 6000 Freiminuten
für Telefonate und SMS.
Ben Cook hatte schon 2004 einen Rekord aufgestellt, berichtete
der Wasserspaßpark "Water World", der den Wettbewerb
veranstaltete. Damals schaffte er den komplizierten Satz in 57,75
Sekunden. Eine 23- jährige Frau aus Singapur lief ihm vorübergehend
den Rang ab, mit einer Zeit von 43,24 Sekunden.
Der Satz zum Üben: "The razor-toothed piranhas of the
genera Serrasalmus and Pygocentrus are the most ferocious freshwater
fish in the world. In reality they seldom attack a human."
(Die Piranhas der Gattungen Serrasalmus and Pygocentrus mit rasierklingenscharfen
Zähnen sind die grausamsten Frischwasserfische der Welt. In
Wirklichkeit greifen sie selten Menschen an.)
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