Aktuelles

Ende März 2004
 
 

 


Stühlinger Online ( Zeitraum: 16.03.04 - 31.03.04  )
 
 
16.03.04

Veronika, der Lenz ist da


Frühlingserwachen
 
 
17.03.04 100 Jahre Eschholzstraße - der Boulevard feiert

Unter dem Motto "100 Jahre Eschholzstraße - der Boulevard feiert" wird am 19. Juni der 100. Geburtstag der bedeutendsten Straße des Stühlingers gefeiert. Offizieller Veranstalter des Festes ist der Bürgerverein Stühlinger, vorbereitet wird es von den Geschäftsleuten und den Anwohnern der Straße. Die Idee zu dem Fest wurde bei einem der Workshops der Zukunftswerkstatt Stühlinger geboren.

Thema war dabei die Verkehrssituation im Stadtteil und die Teilnehmer waren sich einig, dass das städtebauliche Potenzial der Eschholzstraße durch den starken Durchgangsverkehr beeinträchtigt wird. Auf zwei einberufenen Versammlungen waren sich die anwesenden Anwohner und Geschäftsleute schnell einig, dass ein Fest die Möglichkeit bietet, die Straße aus einer interessanten Perspektive zu erleben. Es wurde ein Vorbereitungsteam gebildet, das die Organisation koordinieren soll.

Schnell war man sich in der Vorbereitungsgruppe einig, dass der Bürgerverein Stühlinger der offizielle Veranstalter des Eschholzstraßenfestes sein soll. Für den Vorsitzenden Werner Schwab ist das Fest eine einmalige Gelegenheit, die Schönheit der Straße erlebbar zu machen: "Wenn die Menschen die Eschholzstraße ohne Autos genießen können, dann entsteht bei vielen vielleicht der Traum, dass eines Tages die Straße durch weiteren Rückbau und verkehrslenkende Maßnahmen auch im Alltag eine interessante Wohn- und Einkaufsstraße werden könnte." Ein weiterer positiver Aspekt des Festes ist für Schwab, dass ehemalige "Eschholzsträßler" ihre Straße wieder erleben und sich mit ehemaligen Nachbarn treffen können.

Für die Vorbereitung des Festes haben inzwischen viele Gruppen und Institutionen ihr Interesse angemeldet und arbeiten aktiv mit. Dazu gehören neben den Geschäftsleuten, die Herz-Jesu-Kirche, die Kreuzkirche, die Feuerwehr Stühlinger, das Mütterzentrum e. V., die Jugendberatungsstelle Stühlinger, das Jugendzentrum Letz Fetz, die Hebel- und Hansjakob-Schule, Rosa Hilfe, der Bauernmarkt Stühlinger.

Die Vorbereitungsgruppe für das Fest hat inzwischen schon fleißig gearbeitet. Für Armin Jacob, der die Vorbereitungsgruppe koordiniert, war es eines der leichteren Aufgaben, alle Geschäftsleute der Eschholzstraße für eine Teilnahme zu gewinnen. Auch die Hebelschule werde ihr Jahresfest auf den Termin des Eschholzstraßenfestes legen. Es wurde auch ein regelmäßiger Treff der Gastronomen der Eschholzstraße eingerichtet. "Die haben sich zum ersten Mal untereinander kennen gelernt", so Jacob. In den nächsten Tagen kommt es für die Vorbereitungsgruppe darauf an, das Programm zu gestalten. Interessenten sind dabei auch von außerhalb des Stühlingers willkommen. Derzeit laufe dazu eine Ausschreibung. Wer sein Kunsthandwerk, Kunstobjekte und Kreationen oder einfach nur Waren und Produkte auf dem Straßenmarkt anbieten möchte kann sich bei Armin Jacob melden. Aber auch Initiativen, soziale Projekte, gemeinnützige Organisationen und Vereine können sich darstellen. Besonders willkommen sind Künstler, die mit Musik, Magie, Kleinkunst und Theater das kulturelle Programm auf Straße oder Bühne bereichern möchten. Die Vorschläge müssen bis zum 22. März bei Armin Jacob eingereicht werden.

Kontakt: Armin Jacob, Eschholzstraße 52, 79106 Freiburg,Telefon: 23 979,
Fax: 29 24 686, E-mail: arminjacob@t-online.de
 

18.03.04 Heute beginnt die CeBit in Hannover

und dauert bis zum 24.3.2004. Es wird mit weniger Besuchern als in den Vorjahren gerechnet, trotzdem intensivere Vorbereitung nötig sind.
Aber: Die, die kommen, haben sich professioneller auf den Messebesuch vorbereitet. 36 Prozent der Besucher informierten sich vorab im Internet über Aussteller und deren Programm, 25 Prozent vereinbarten Termine auf den Messeständen. 14 Prozent nennen die Wettbewerbsbeobachtung als Hauptgrund für den Messebesuch. Lediglich 13 Prozent fahren unvorbereitet nach Hannover. Ein weiteres Ergebnis einer Internet-Trendumfrage der Mummert Consulting AG: Nur noch acht Prozent möchten potenzielle Arbeitgeber ansprechen. Im letzten Jahr lag dieser Anteil noch bei 26 Prozent.
 
19.03.04 Frühlingsboten im Stühlinger ( Wentzinger - und Lehener Straße )

Wilde Kirschen im StühlingerWilde Kirschen im Stühlinger
Wilde Kirschen im StühlingerWilde Kirschen im Stühlinger
 
20.03.04 Zwei von fünf Deutschen ohne PC-Kenntnisse

Zwei von fünf Deutschen haben keine Ahnung von Computern. Damit liege Deutschland bei der Verbreitung von PC-Kenntnissen an achter Stelle von 15 untersuchten europäischen Ländern, teilt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit. Spitzenreiter ist Schweden. Dort kennt sich nur ein Fünftel der über 15-Jährigen nicht mit dem PC aus. Auf den weiteren Plätzen folgen Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Großbritannien und Finnland. Schlusslichter sind Portugal und Griechenland: nur rund ein Drittel der Bevölkerung kann dort mit einem Rechner umgehen.

Laut IW kommen in Deutschland auf 100 Einwohner 36 Computer. Spitze mit Werten von 55 bis 57 Rechnern pro 100 Einwohner sind auch hier Schweden, Dänemark und Norwegen. In Griechenland liegt dieser Wert bei 11, in Portugal bei 16. Befragt wurden rund 18.000 Personen im Januar und Februar 2003. Quelle der Daten ist der Branchenverband Bitkom in Berlin
 

21.03.04 Kein Wettbewerb für den "Wentzinger Hof"

Das städtische Baudezernat will auf einen Realisierungswettbewerb für den so genannten Wentzinger Hof verzichten. "Der Investor setzt das genau so um, wie es im erarbeiteten Konzept beschlossen wurde", begründete Baubürgermeister Matthias Schmelas dies in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Zwar befürwortete der Bauausschuss den Plan, SPD-Stadträtin Gaby Rolland hatte aber dennoch "Bauschmerzen, weil der Investor Unmüssig schon mehrfach anders gebaut als genehmigt" habe. Für die CDU konterte Stadtrat Peter Wopperer, dass dieser Investor der Stadt "schon viel Gutes getan" habe und führte nach erster Verunsicherung das Projekt "Steinstraße" ("Berliner Allee") an.
 
22.03.04 Zum Nachdenken:

Wir geben Rat,
aber wir können nicht die Weisheit geben,
den Nutzen daraus zu ziehen.                                                La Rochefoucauld

  
23.03.04

Und heute ein Rätsel

Welcher Tag war vorgestern, wenn der Tag nach übermorgen zwei Tage vor Samstag liegt?
 

24.03.04 Heute endet die CeBIT 2004

Sie ist der Härtetest für Aussteller und Besucher, die organisierte IT-Hölle, die Cebit. Besonders der erste Besuch, sagen Profis, soll hart sein. Dabei lernt man "Cebitting" so schnell - und zwischen braven Hostessen, scharfen Avataren und verlassenen Spiele-Boliden auch was fürs Leben.

Das erste Mal. Das ist immer besonders schlimm, sagen die, die es wissen müssen. Aber gemacht haben muss man's mal, heißt es. Nicht zu viel vornehmen heißt es. Also los, Cebit 2004.

Die Cebit beginnt nicht in Hannover, sondern am Hamburger Bahnhof. Der ganze Bahnsteig ist voller Anzüge, die alle nach Süden wollen. Überhaupt: Anzüge. Gut, der Dotcom-Boom ist vorbei, die neue Lässigkeit ist längst ein alter Hut, aber man ist dann doch überrascht: Die Menschen auf der Cebit sind alle in Anthrazit. Im Bundestag ist man deutlich legerer gekleidet als auf der größten IT-Messe der Welt.

Vom Bahnsteig aus geht es durch klaustrophobisch verstopfte Treppenaufgänge und den "Skywalk" zum Messegelände. Auf dem Laufband fotografieren Japaner die Messehallen von oben, bedanken sich mit artigem Diener, wenn andere Anzüge ihnen nicht vor die Linse laufen. Am Eingang muss man anstehen - aber nur wegen der Steckkarten - Sicherheitskontrollen gibt es nicht. Computerfans kann man trauen, scheint's, die Cebit ist offenbar terroristenfreie Zone.

Futter für Anthropologen: Rollen und singen

Auf dem Messegelände dann: gesetzte Herren in Geschäftsanzügen, die mit Hartgummi-bereiften Alurollern über den Asphalt flitzen. Waren die Dinger nicht inzwischen da angekommen, wo sie hingehören, auf den Spielplätzen nämlich? Ein Mobilfunkanbieter war offenbar anderer Meinung, und deshalb machen sich gestandene Manager jetzt auf dem Weg von Halle 2 zu Halle 14 lächerlich.

Überhaupt liegt öffentliche Selbstdemütigung im Trend. Bei Logitech zum Beispiel dürfen sich Messebesucher mit dem "Singstar"-Mikrophon für die Playstation 2, einer Art Karaoke-EyeToy, zum Hanswurst machen. Das Schlimme ist: Man hört nicht nur, wenn jemand falsch singt, man sieht es auch - das Gerät verzeichnet erbarmungslos jeden Fehler in Tonhöhe und Rhythmus, Punkte gibt es nur fürs Richtig-Singen - das heißt eher selten. Das Publikum freut's.

Gleich nebenan, am Stand eines Soundkartenherstellers, kann man sich von einem Funkmikro-Marktschreier auf den Arm nehmen lassen. "Stimmt es, dass ihr für den Eintritt 36 Euro bezahlt habt?", fragt er die auf Geschenke hoffende Menge, der das ein bisschen peinlich zu sein scheint. "Dann könnt ihr den Rest ja hier nebenan ausgeben, da kostet eine Bratwurst 14 Euro, glaub' ich."

Nein, eine richtige Konsumentenmesse ist die Cebit nicht, auch wenn man dieses Jahr mehr Wert auf Unterhaltungselektronik legt und wieder näher an die Verbraucher ran will. Nur nicht an allzu viele Verbraucher gleichzeitig - der Eintrittspreis als Massen-Regulativ. Die braven Zahler mühen sich dann umso redlicher, ihre Kosten mit Abstauben wieder hereinzuholen - was gar nicht einfach ist.

Profis stauben ab, Anfänger tragen Tüten

Die Zeiten des großen Verschenkens sind vorbei, allenfalls Prospekte und Handzettel bekommt man überall in die Hand gedrückt. Umso rätselhafter, was all die Menschen in den riesigen Papiertüten mit sich herumtragen, die man überall sieht. Jeder größere Aussteller verschenkt diese Tüten - statt Inhalt. Messebesucher laufen als wandelnde Werbeträger durch die Gegend, ob Anzug oder Turnschuh.

Die einzigen ohne Tüten sind die echten Cebit-Profis, die Standbetreuer, Produkterklärer, die Hostessen. Von denen wird ja viel gesprochen, Sex sells und so weiter, aber im Großen und Ganzen geht es doch recht züchtig zu. Ein paar sehr attraktive junge Damen, die extra eingeflogen worden sind, laufen im "Herr der Ringe"-Kostüm über die Messe - bewerben aber irgendeine Software für Luftaustausch. Oder so ähnlich. Die Stand-Damen von Freenet.de tragen Giftgrün, sind im Minirock und wirken erst bei der Zigarettenpause vor der Halle so richtig entspannt - wenn auch etwas durchgefroren.

Den meisten Sex bietet eindeutig Grafikkartenhersteller Nvidia: Das Maskott-chen heißt "Dawn", eine sehr knapp geschürzte Dame mit Schmetterlings-flügeln, allgegenwärtig und leider ganz und gar virtuell. Von jeder zweiten Wand lächelt Dawn auffordernd herunter, oft mit der Aufforderung "Spiel mit mir".

Beim Grafik-Konkurrenten ATI gibt es dagegen artige Demos, eine live gerenderte Fahrt durch dunkle Lavahöhlen zum Beispiel. "Könnte auch eine Darmspiegelung sein", kommentiert ein Besucher, der offenbar vom Fach ist.

Amtsstaub und Promi-Knie von Innen

Viel ruhiger, seriöser als bei den Entertainern von der Unterhaltungselektronik geht es anderswo zu, im "Public Sector Parc" zum Beispiel. Da präsentieren sich Behörden, Ministerien und Bundesländer, E-Government ist das Stichwort.

So, wie sich das anhört, ist auch die Atmosphäre, man fühlt sich gleich ganz wie zu Hause - in der deutschen Provinz. Fast erwartet man, neben Podiums-diskussion und Polizeimotorrad gleich einen Stand zum Stampflehmbau oder einen Heimsauna-Aussteller anzutreffen.

Und dann, völlig überraschend, endlich ein bisschen Glamour. Am Stand des Bundeslandes Hessen lässt sich Steffi Jones, deutsche Fußballweltmeisterin 2003, von einem Arzt das Knie durchleuchten. Der hessische Wirtschaftsminis-ter ist auch da, und eigentlich soll das Innere von Frau Jones' Knie auch noch an einen anderen Stand elektronisch weitergereicht werden, aber das klappt gerade nicht. Egal, Hauptsache endlich mal einen Prominenten erspäht.

Party ist, wenn man nichts bekommt

Am allerstillsten ist es, man glaubt es kaum, im Daddelzentrum. Für die "World Cyber Games" hat man reihenweise spieltaugliche Hochleistungsrechner installiert, ein Netzwerkparty-Paradies - und kein Mensch ist da. Während sich die Counterstrike-Süchtigen an den Ständen der Grafikkartenhersteller drängeln, herrscht im Game-Center gähnende Leere, zumindest am Eröffnungs-tag. Wahrscheinlich sind die Jungs mit den flinken Fingern und dem lockeren Maus-Handgelenk zu sehr damit beschäftigt, ihre Papiertüten mit irgendetwas zu füllen.

Am Abend dann der Versuch während einer der legendären Standpartys, bei einem deutschen Handy-Bezahl-Service, einen kostenlosen Cocktail abzu-zweigen. Die Stimmung ist gut, die Musik ist schlecht aber laut, der einsame Barkeeper ist völlig überfordert. Die Chefin der Standhostessen lässt sich mit übergewichtigen Managern fotografieren und verteilt Visitenkarten an die durstige Kundschaft. Nach zwanzig Minuten Wartezeit bitte ich sie um Hilfestellung und werde darauf hingewiesen, ich habe mich hinten anzustellen.

Zum Glück gibt es kühle Getränke auch an der Tankstelle vor der Tür. Im Zug treffe ich Matthias und Dörte aus Hamburg. Die sind Programmier, sie tragen keine Anzüge und haben auch Bier dabei. Früher, sagen sie, sei man auch schon schlecht behandelt worden auf der Messe. Aber wenigstens habe man ab und zu etwas geschenkt bekommen. Dörte ist trotzdem ganz glücklich. Sie hat den Kanzler gesehen heute Morgen - in Anthrazit.
 

25.03.04 Frühling nimmt Auszeit

Nachdem der Frühling im Moment eher eine Auszeit nimmt, möchten wir an dieser Stelle die graue und nasskalte Zeit mit einem Bild aus besseren Tagen überbrücken. Weitere Informationen über das Wetter finden Sie hier.

Tricolore
 
26.03.04 Die Olympia-Fackel ist unterwegs

Genau 108 Jahre nach Beginn der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit am 25. März 1896 (julianischer Kalender) hat die Schauspielerin Thaleia Prokopiou gestern im antiken Olympia das Olympische Feuer für die 28. Sommerspiele vom 13. bis 29. August in Athen entzündet.

Das traditionsreiche Zeremoniell verlief problemlos, denn trotz einiger Wolken hielt sich auch die Sonne daran: "Apollo (antiker Gott der Sonne), sende uns die Strahlen für die heilige Fackel", sagte die 31-Jährige als "Hohe Priesterin", die die Fackel mit einem Parabolspiegel entzündete. "Das Olympische Feuer vereinigt uns alle", erklärte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge. "Wir Griechen haben lange auf diesen Moment gewartet", sagte am griechischen Nationalfeiertag die Präsidentin des Athener Organisationskomitees ATHOC, Gianna Angelopoulos Daskalaki, als sich Speerwerfer Kostas Gatsioudis als erster Läufer zum längsten Fackellauf der olympischen Geschichte auf die ersten Meter des rund 78 000 Kilometer langen Weges machte. 18 000 zugelassene Zuschauer begleiteten ihn mit Beifall, bis er die Fackel an Alexander Popow, den russischen Schwimm-Olympiasieger, übergab. Allerdings hatten zunächst die scharfen Sicherheitsmaßnahmen die Freude der Besucher getrübt.

Das Feuer wird zunächst durch die Halbinsel Peloponnes getragen. Am 31. März soll es in Athen ankommen. Dort wird es auf einem Altar vor dem vollständig aus Marmor gebauten Panathinaikon-Stadion, dem Austragungsort der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896, brennen. Am 3. Juni beginnt die Weltreise. Erster Stopp wird am 4. Juni Sydney sein, wo im Jahre 2000 die bislang letzten Olympischen Spiele stattgefunden hatten. Das Feuer wird am 29. und am 30. Juni auch durch München und Berlin getragen. Erstmals soll es auch nach Afrika (Kapstadt) und Südamerika (Rio de Janeiro) kommen.
 

27.03.04 Sirenenprobe

Heute um 10 Uhr findet eine Sirenenprobe statt. Folgende Signale sind zu hören: Ein 60 Sekunden-Dauerton, der zweimal für 12 Sekunden unterbrochen wird, signalisiert "Feueralarm". Mit dem Signal "Entwarnung" - einem Dauerton von 60 Sekunden Länge - wird der Test beendet. Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bittet unter telefon 0761 / 201 - 33 15 mitzuteilen, wenn eine Sirene nicht auslöst.

 
28.03.04 Uhr schon umgestellt ?

In der Nacht zum heutigen Sonntag wurden die Uhren eine Stunde vorgestellt.
Damit bleibt es abends länger hell, morgens ist es dafür länger dunkel.
Die Sommerzeit ( MESZ ) gilt bis zum 31. Oktober.

Für diejenigen, die schon einmal in der Tanzstunde waren gibt es eine gute Formel für die Zeitumstellung: 3 Stunden vor und 2 Stunden zurück. :-)

 
29.03.04 Erster Freiburg-Marathon

Superwetter, Superstimmung, Superstadt - mit Superlativen sparten gestern weder Veranstalter noch Teilnehmer des ersten Freiburg-Marathons. Knapp 9000 Läuferinnen und Läufer bewältigten die 21,097 Kilometer lange Strecke. 3361 Teilnehmer liefen die Runde zweimal und damit die Marathon-Distanz.
Mit 2:33-Stunden kam der Freiburger Max Frei als Schnellster ins Ziel auf der Messe. Nach Schätzungen der Polizei verfolgten 12 000 Zuschauer das Spektakel. Die Veranstalter hatten mit 50 000 gerechnet.

"Der liebe Gott ist ein Freiburger." Kurz bevor er am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr auf der Messe den Startschuss zum Halbmarathon abgibt, schwärmt Oberbürgermeister Dieter Salomon bereits von der gelungenen Premiere des Freiburg-Marathons. Zwar liegt die Temperatur nur wenig über null Grad, aber die Sonne scheint vom blauen Himmel. "Nicht rempeln", mahnt Pit Jenniches, der Mann am Mikrofon noch. Dann geht's los: Zehn Minuten dauert es, bis der letzte der 5607 Läufer im Rhythmus lauter Popmusik über die Startlinie getrabt ist. Mehr Platz haben die Zuschauer hinter den Absperrgittern - es ist ja auch noch früh, zumal die Zeitumstellung eine Stunde Schlaf geraubt hat.

40 Minuten später machen sich die Marathonläufer auf ihren 42,195 Kilometer langen Weg. Um 9.40 Uhr biegt bereits das Vorausfahrzeug des Halbmarathons auf die Zielgerade, dicht gefolgt von dem Freiburger Sportstudenten Max Frei, der eine Siegerzeit von 1:10 Stunden vorlegt. Von einer "Super-Stimmung" auf der Strecke berichtet er. Mit der Startnummer eins läuft gegen Viertel nach zehn Bernd Dallmann, Chef der Freiburg Wirtschaft und Touristik, ins Ziel. Erschöpft aber glücklich sieht der Mann aus, der die Idee mit dem Marathon hatte: "Ich wusste gar nicht, dass Freiburg so groß ist."

Um kurz nach 12 Uhr trommelt am Konzerthaus eine Sambagruppe. Auch hier haben Zuschauer genügend Platz. Sie beklatschen die Läufer, die einzeln oder in Grüppchen über die blaue Brücke kommen. "Freiburg hat was", meint Christel Riesbauer, die mit ihrem Mann aus Pforzheim angereist ist. Jetzt sucht sie die Menge der Läufer ab, um ihre Freunde aus Kirchzarten zu entdecken. Richtig gut ist die Stimmung am Schwabentor, wo die Athleten in beide Richtungen unterwegs sind. Aus den Lautsprechern dröhnen die Blues Brothers, Cheerleader hüpfen, es riecht nach Bratwurst und die Menge jubelt den Läufern zu. Party ist auch in Herdern angesagt, wo die Zuschauer Spalier stehen und mit Kuhglocken bimmeln.

Zurück auf der Messe ist OB Salomon gerade dabei, die Marathon-Siegerinnen zu ehren. Birgit Bartels aus Kirchzarten war mit 2.59-Stunden die schnellste Frau. "Ohne Ihre Leistung schmälern zu wollen", meint Salomon, "Marathon ist der einzige Sport, wo es 10 000 Sieger gibt". Manche der Läufer im Ziel sehen wirklich glücklich aus, als sie ihre Medaillen in Empfang nehmen. Viele kommen aber mit verzerrten Gesichtern an, humpeln, manche brechen gar zusammen. "Das Wunder von Freiburg" ruft der Veranstalter Gernot Weigl bei der anschließenden Pressekonferenz aus. Gemeint ist die Teilnehmerzahl, die immerhin fast doppelt so hoch war als veranschlagt.

Aber auch ein bisschen Selbstkritik ist angesagt: Manche Stellen auf der Strecke seien zu eng gewesen. Außerdem gab es Gedrängel, als die schnellsten Marathonläufer die Halbmarathon-Teilnehmer einholten. Über die Frage, ob man im nächsten Jahr nicht eine Stunde später starten könne, verspricht Weigl nachzudenken. Für sieben Jahre hat er mit der Stadt Freiburg einen Vertrag abgeschlossen. "Keine besonderen Vorkommnisse" meldet am Abend die Polizei. Die Zahl der Zuschauer schätzt sie auf 12 000. Dies sei nur eine "Momentaufnahme", sagt ein Sprecher. Es sei nicht auszuschließen, dass im Laufe des Tages mehr Menschen den Marathon verfolgt hätten.
  

30.03.04 Zum Tode Peter Ustinovs

Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller, Comedian, Weltbürger und Humanist: Mit Sir Peter Ustinov verliert die Welt ein künstlerisches Multitalent und einen beherzten Botschafter der Völkerverständigung, der die Menschen liebte und mit Geist und Witz zu fesseln verstand.

Kritiker, denn auch solche gab es, sagten über Sir Peter Ustinov, er habe sein überbordendes Talent verschwendet, indem er sich verzettelte, sich nicht auf eine Sache konzentrieren wollte oder konnte.

Tatsächlich gab es kaum einen Künstler, auf den das Wort Tausendsassa besser passte, als auf Ustinov, der noch als Teenager zum Schauspieler wurde, später Theaterstücke, Sachbücher und Prosa schrieb, als Conférencier und Komiker mit Bonmots und geistreichen Witzen für Lacher sorgte, und schließlich im Dienste der Völkerverständigung und als Botschafter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) für mehr Menschlichkeit warb.

Ein Clown, ein Schelm, ein Multitalent, ein "Weltbürger", wie Bundespräsident Johannes Rau ihn einst nannte. Ustinov tanzte mit der Queen von England und bekam zu seinem Geburtstag einen Anruf vom Generalsekretär der Uno. Die Welt verehrte und liebte ihn, weil er den Menschen stets ein Lächeln schenkte, selbst wenn er über jene Krisen, Missstände und Ungerechtigkeiten ging, deren Beseitigung ihm eine Herzensangelegenheit war. Unvergessen sind öffentliche Auftritte Ustinovs bei Lesungen und Festakten, wo er bis zuletzt seine Späße mit Fotografen trieb, sich Bücher auf den Kopf legte oder jene Anekdoten erzählte, für die er ebenso berühmt ist wie für seine Filmrollen.

Das Leichtherzige und humorig Hintersinnige seines Wesens machte den überzeugten Menschenfreund und Humanisten zum perfekten Botschafter für Völkerverständigung. Als langjähriger Unicef-Sondergesandter reiste Ustinov durch die ganze Welt, um auf Unrecht, Kindernot hinzuweisen und gegen Vorurteile und Diskriminierungen zu wirken. Noch im vergangenen Jahr erschien sein Buch "Achtung! Vorurteile" (Hoffmann & Campe), in dem Ustinov mit scharfer Zunge gegen Engstirnigkeiten aller Art zu Felde zieht. Der Krieg gegen den Irak beispielsweise, schrieb Ustinov, sei "auf der Basis von Vorurteilen" geführt worden. Er fragte sich: "Wie schläft eigentlich George Bush?".

Mehr noch als die aktuelle Politik lag ihm jedoch das Alltägliche am Herzen, die kleinen Missverständnisse, die vorgefassten Meinungen, der schiefe Blick auf ausländische Mitbürger. Ustinovs Kunst war es, sein Anliegen - Kinder, Menschen, versteht euch doch! - nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu propagieren. Im Plauderton, oft mit Anekdoten aus seiner reichhaltigen Biografie gewürzt, hielt er seinen Zuhörern charmant den Spiegel vor, ohne sie zu demütigen oder ihnen zu nahe zu treten. Dieses gelebte Understatement ist vielleicht eine der wenigen britischen Eigenschaften, die man dem Weltbürger Sir Peter zurechnen kann.

Was der Welt verloren geht, ist ein Mensch, der seine Mitmenschen ganz unvoreingenommen liebte und ihnen weise, und manchmal leise kopfschüttelnd den rechten Weg zeigen wollte. Selbst in den letzten Monaten des vergangenen Jahres, als er zu den zahlreichen Benefiz-Veranstaltungen und Preisverleih-ungen, zu denen er als Redner, Laudator oder Ehrengast eingeladen war, nur noch im Rollstuhl erscheinen konnte, war die Präsenz Peter Ustinovs ungebro-chen: Eine Aura der Gutmütigkeit umwehte ihn, die Menschen, egal wie unterschiedlich sie sein mochten, sofort berührte und versöhnte. Der Ehrfurcht, mit der man ihm zuletzt immer wieder begegnen wollte, machte er mit einem anarchischen Scherz oder einer burlesken Anekdote schnell den Garaus. Sich selbst zu feiern, dafür hatte der Vielbeschäftigte keine Zeit.

Sir Peter Ustinov lebte mit seiner dritten Ehefrau, der französischen Schriftstellerin Hélène du Lau d'Allemans am Genfer See. Ustinov, seit Jahren schwer zuckerkrank, starb in der Nacht zum Montag in einem Schweizer Krankenhaus in Genoilier an Herzversagen.
 

31.03.04 Tickt es in Freiburg richtig?

120 öffentliche Uhren gibt es in Freiburg, die von der so genannten Mutteruhr im Rathaus ferngesteuert werden. Pannen gibt es dabei immer wieder.

Die Freiburger nehmen es mit der Zeit genau. Absichtlich eine Stunde nach geht die Uhr im Tower des Flughafens: "Das ist eine Zulu-Uhr", sagt Flugleiter Rolf Egler. "Zulu" stehe im Nato-Alphabet für den Buchstaben Z und bezeichne die internationale "Coordinated Universal Time", nach der Flugzeuge verkehren.

Uhren sind Hingucker. Sie schmücken Kirchtürme, sie hängen am Bahnhof oder stehen aufgepfählt an Straßenkreuzungen. "Selbst wer eine Armbanduhr trägt, schaut zum Zeitvergleich auf unsere Turmuhr im Schaufenster", sagt Dorothea Feigl, Inhaberin des Uhren Ateliers in der Konviktstraße. Damit diese Uhr stets richtig geht, muss Feigl sie zweimal am Tag aufziehen. So durchweg mechanisch laufen nur noch die wenigsten öffentlichen Uhren in Freiburg.
Sogar die 150 Jahre alte Münsteruhr zieht seit 1972 ein Elektromotor auf, seit 1984 wird sie per Funk gesteuert.

Fast alle öffentlichen Uhren in Freiburg sind ferngesteuert. Die so genannte Mutteruhr im Keller des Alten Rathauses betreibt insgesamt 120 Uhren im Stadtgebiet, darunter auch die in den Schulen: "Sie gibt jede Minute einen elektrischen Impuls ab, der über Erdkabel bei den Zieluhren eintrifft", erklärt David Edte von der Badenova-Tochter Baden IT. Die Mutteruhr selbst - eine in einem Metallschrank untergebrachte Schaltstation - laufe per Funksignal. Störungen, sagt Edte, "treten immer wieder auf". Etwa wenn der Impuls aufgrund von Kabelarbeiten verloren gehe. Dann rücken die Baden IT-Leute zur Reparatur aus.
 

 
   

Stühlinger Online Anfang März 2004

Stühlinger Online Anfang April 2004
   
 

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