Aktuelles

Ende Januar 2004
 
 

 


Stühlinger Online ( Zeitraum: 16.01.04- 31.01.04  )
 
 
16.01.04

Hätten Sie's gewusst?

Warum zeigen Uhren auf Bildern immer auf
10.09 Uhr?

Zum einen, weil unsere Augen Symmetrie lieben und die Zeiger zu dieser Zeit links und rechts von der Zwölf nach oben deuten. Zum anderen, weil die Zeiger
uns sozusagen anlachen. Put a smile on our face.

 
17.01.04 Viagra für Frauen ?

Die Firma Procter & Gamble bereitet bereits den Launch vor - "Female sexual dysfunction", so bezeichnen Mediziner den nachlassenden Spaß der Frauen an sexueller Betätigung. Oft ist die Lustlosigkeit das Resultat einer Entfernung der Gebärmutter oder der Menopause. Die reduzierte Libido kann zu einem erheblichen Verlust an Lebensfreude führen und ist eine ernsthafte Belastung für viele Beziehungen. Dieser Meinung sind jedenfalls die Manager von Procter & Gamble Pharmaceuticals. Der amerikanische Konsumgüter-Hersteller hat daher seit einigen Jahren ein Gegenmittel im Test. Mittlerweile hat der Markenartikler die heiße klinische Phase III erreicht und geht nun in die Prüfung der US Food and Drug Administration. Seit Anfang dieses Jahres steht auch fest, das P & G den Vorstoß wagen wird. Die Rede ist von einer 100-Millionen-Dollar schweren Marketing-Kampagne für „Intrinsa“. Die Innovation könnte schon in zwei Jahren marktreif sein.

Intrinsa ist ein eiförmig gestaltetes, transparentes Hautpflaster, das unter dem Nabel angebracht wird und die Testosteron-Produktion der Frau anregt. Die Technologie stammt von Watson Pharmaceuticals. P & G will schnell die Innovationsführerschaft übernehmen und harte Konkurrenten, wie Viagra-Erfinder Pfizer, abhängen. Wie groß der Markt ist, das schätzte Johna Lucas, North American Medical Director Hormone Replacement Therapy bei Procter & Gamble Pharmaceuticals, schon vor zwei Jahren.

Nach Aussage der Wissenschaftlerin klagt jede dritte amerikanische Frau über sexuelle Disfunktion. Das Kernmarktpotenzial umfasst neun bis zwölf Millionen Frauen in den USA und Europa. Dahinter steht eine Milliarde Dollar Umsatz pro Jahr. Dass das Produkt Blockbuster-Potenzial hat, das meinen auch die Anleger. Kurz nach der Ankündigung des geplanten Launches ging der P & G-Kurs nach oben.
 
18.01.04 Die Macht der Farben nutzen - Blau beruhigt

"Du siehst ja rot", sagen Leute und meinen Menschen, die gerade erregt oder zornig sind. Genau die Eigenschaften werden Rot auch zugeschrieben. Sie ist die anregendste aller Farben. Doch wie kommt der Aufgeregte nun wieder zur Ruhe? Ganz einfach - mit einer Color-Therapie. Farben können entspannen, heilen, sind sanfte Medizin für den Körper.

In China wird die Farbe Gelb (gelb) dem schöpferischen Prinzip Yang zu-geordnet. Im alten Ägypten war die Farbe Blau die des Pharaos. Sie strahlte Macht und Ruhe aus. An der Bedeutung der Farben hat sich bis heute nichts geändert. Die Faustregel: Je dunkler, desto beruhigender. Ausgenommen ist Schwarz, weil es für Isolation steht.

Mach mal wieder "blau"!
Den Satz bringen alle mit Ferien und Ruhe in Verbin-dung. Genau diese Wirkung erzielt die Farbe auch beim Betrachter. Johann Wolfgang Goethe bezeichnete sie als "reizendes Nichts". Tests stützen diese Aussage. Sie ergaben, dass tiefes Ultramarin-Blau die bevorzugte Farbe von Erwachsenen ist. Dies lässt sich mit dem im Alter stark wachsenden Ruhe-bedürfnis erklären. Bei beruflichem oder privatem Stress wird darum zum Spaziergang im Freien geraten. Der Blick in den blauen Himmel oder aufs
Meer öffnet die Seele und entspannt. In Laboren wurde gemessen: Blau senkt den Blutdruck, die Atemfrequenz und verlangsamt den Puls. Darum schläft es sich in blauen Räumen so gut.
 
Heilende Eigenschaften werden auch Violett zugeschrieben. Die Farbe soll Trauer und Depressionen in Entspannung verwandeln. Es ist die Komplementärfarbe zu Gelb - der Farbe des Denkens.

Grün ist eine Mischung von Gelb und Blau. Es ist die in der Natur am meisten vertretene Farbe. Je nach Jahreszeit, ist sie heller oder dunkler und versprüht unterschiedliche Botschaften: Das Hellgrün des Frühlings wirkt belebend. Das dunkelgrün des Sommers beruhigt und regeneriert. Ein sattes Grün wird allen nervösen und cholerischen Menschen empfohlen. Grün stärkt das Immunsystem und stabilisiert das Herz.
 

19.01.04

Und heute ein Zitat:

" Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt.
  Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem zustößt.
"

Aldous Huxley ( Schriftsteller, 1894 - 1963 )

20.01.04 Wenig fernsehen, viele Freunde

Der typische Netz-Nutzer ist kein Stubenhocker, er verbringt wenig Zeit vor dem Fernseher, liest viel und trifft gern Freunde. Dies sind die Ergebnisse
der ersten weltumspannenden Studie zum Gebrauch des Internet.

Erstellt an der Universität von Los Angeles, verglichen Wissenschaftler die Daten aus 14 Ländern. Neben Studien aus den USA und Staaten Europas wurden Untersuchungen aus Japan, Chile, Südkorea, Singapur, Taiwan, China und Macau analysiert.

Die Studie bestätigt die Annahme, dass die Wohlhabenden die intensivsten Nutzer des Netzes sind und dass mehr Männer als Frauen es nutzen.
In Italien surfen rund 42 % der Männer im Netz, bei den Frauen sind es nur
22 %. In Taiwan surfen dagegen etwa genauso viele Männer und Frauen.
25 % der Männer, 24 % der Frauen loggen sich ein.

Die Kluft zwischen den Armen und den Reichen, die Zugang zum Internet haben, scheint größer zu werden. In der Hälfte der untersuchten Länder hatten nur etwa 20 % der Ärmsten die Möglichkeit, einen Computer zu nutzen, der ans Internet angeschlossen ist.
 

21.01.04 Eschholzstraße wird bald 100

Eine Tour d'horizont durch die Stadtteilpolitik des Stühlingers mit Einbindung
in die Kommunalpolitik der Stadt Freiburg stand im Mittelpunkt des Neujahrs-empfangs im Architekturforum am Lederleplatz der Stühlinger SPD und der Zukunftswerkstatt Stühlinger. Der Vorsitzende des Ortsvereins Stühlinger Hans-Christoph Stork konnte rund 70 Bürgerinnen und Bürger aus dem Stühlinger begrüßen.

In der Sozialpolitik werde der Schwerpunkt in Freiburg in der Kinder-, Jugend- und Schulpolitik liegen, sagte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Dies sei insbesondere für den Stühlinger wichtig, einem der größten Stadtteile in Freiburg. Hier seien im Vergleich zur Stadt zwar die 18 bis 45-jährigen überrepräsentiert, aber die bis 18jährigen unterrepräsentiert. Dies liege zum Teil an Defiziten in der Versorgung von jungen Familien mit Wohnraum, Kindergartenplätzen und Ganztagsbetreuungen. Insbesondere freue ihn,
dass die größte Hauptschule der Stadt Freiburg, die Hebelschule, zu einer Ganztagsschule werden wird.

Von Kirchbach lobte auch die erfolgreiche Arbeit des Quartiersladens in der Ferdinand Weiß-Straße. Dafür bedankte er sich bei dem Vorsitzenden des Quartierrates Hans-Christoph Stork und der Sozialarbeiterin Marion Tritschler.

"Veränderungen im Stadtteil kann man nur mit den betroffenen BürgerInnen erreichen", sagte Armin Jacob von der Zukunftswerkstatt Stühlinger. Die Zukunftswerkstatt habe in fünf Workshops Stadtteil-Themen aufgegriffen. Die nächsten Themen seien Ganztagsschule, das Technische Rathaus sowie die kulturelle Nutzung von Plätzen im Stadtteil. Jacob wies zum Abschluss auf das Fest "100 Jahre Eschholzstraße - der Boulevard feiert" am 19. Juni 2004 hin, an dem sich fast alle Geschäftsleute der Straße beteiligen werden. Das Fest sei eine Idee eines der Workshops gewesen. Man wolle damit einen Beitrag leisten für eine wirtschaftlichen Belebung und die Aufhebung der trennenden Wirkung durch den Verkehr bei einer breiteren Öffentlichkeit zu werben.
 

22.01.04 Der Internet Explorer dominiert im Web

94,8 % Anteil unter den Webnutzern hat Microsofts Internet Explorer in seinen diversen Versionen, ermittelten die Webstatistiker von Onestat im Januar 2004. Mozilla/Netscape folgen jeweils mit einem Anteil von 1,8 %, Opera mit der Browser-version 7 kommt auf 0,8 %. Apples Safari erreicht mittlerweile 0,48 %.

Onestat bezeichnet sich selbst als weltweiten Marktführer bei der statis-tischen Auswertung von Website-Traffic; Kunden von Onestat können sich detaillierte Profile über die Nutzung ihrer Sites erstellen lassen. Für ihre Erhebung ermittelt Onstat die Browserversionen der Nutzer, die Webserver von Onstat-Kunden besuchen. Die ermittelten Zahlen stellen den Durchschnitt während einer Woche im Erhebungszeitraum dar; die Statistik basiert auf einer Stichprobe von 2 Millionen Nutzern (jeweils 20.000 Surfern in 100 verschie-denen Ländern) täglich.

Für den Internet Explorer schlüsselt Onestat die Nutzungszahlen genauer auf: Danach führt mittlerweile Version 6 mit 68,1 %; noch 13,8 % beziehungsweise 11,8 % der Surfer setzen den Internet Explorer 5,5 oder 5,0 ein. Immerhin noch 0,7 % sind mit dem Internet Explorer 4 unterwegs. Gegenüber Ende 2002 hat sich übrigens der Gesamtanteil der Internet-Explorer-Anwender nicht verändert. Mozilla konnte leicht zulegen; Safari legte in den letzten Monaten kontinuierlich zu, nachdem Apple den Webbrowser in einer ersten Version Anfang 2003 zum Download bereitstellte.

Solche Zahlen über Webbrowser-Nutzung sind allerdings immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen angesichts der Tatsache, dass sich Browser wie beispielsweise Opera im Web als Internet Explorer ausgeben können, um überhaupt Zugang zu diversen Seiten zu haben. Dies kann Statistiken verfälschen, auch wenn es trotz dieser Konfigurationsmöglichkeiten eindeutige Kennungen gibt. Die Marktforscher von Onestat erklärten zudem schon früher, dass sie mit den Browser-Entwicklern zusammenarbeiten und solche Effekte in ihrer Statistik berücksichtigen. Trotzdem aber können Browser-Statistiken keine hundert%ig sichere Auskunft über die reale Nutzung der unterschied-lichen Versionen geben -- schließlich spielen neben technischen Unwägbar-keiten auch die Vorlieben von Zielgruppen eine Rolle.
 

23.01.04 Schlafen fördert Kreativität

Wissenschaftler der Universitäten Lübeck und Köln haben erstmals experimentelle Belege dafür gefunden, dass Schlaf die Kreativität fördert.
Ullrich Wagner von der Universität Lübeck und seine Kollegen berichten in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature (Band 427, 22. Januar 2004, S. 352) über die entsprechenden Experimente.

66 Testpersonen mussten sich in drei Gruppen einer Variation der von Louis und Thelma Thurstone entwickelten Number Reduction Task stellen. Sie bekamen die Aufgabe, Zahlenreihen aus jeweils acht Ziffern nach zwei vorgegebenen Regeln zu bearbeiten, um die letzte Zahl als Lösung angeben
zu können. Die dafür benötigte Zeit wurde gemessen. Den Teilnehmern war allerdings nicht bekannt, dass die Zahlenreihen so aufgebaut waren, dass es auch einen schnelleren Weg zur Lösung gab.

Die Probanden sollten nun nach einer ersten Übungsrunde entweder acht Stunden schlafen, oder sie mussten den Tag oder die Nacht über wach bleiben. Dann wurden sie erneut vor dieselben Aufgaben gestellt. Rund 60 % der Schläfer-Gruppe erkannte während des Tests nun die Abkürzungs-Lösung, während es in den anderen Gruppen nur rund 22 % waren - dieser Effekt trat aber nur dann auf, wenn sich die Probanden vor dem Schlaf mit der Aufgabe beschäftigt hatten. Einflüsse wie Übermüdung, Konzentration etc. schließen
die Autoren aufgrund ihrer Versuchanordnung für die Erklärung der Ergebnisse aus. Über die Mechanismen, die diesen Effekt bewirken, können die Wissenschaftler vorerst allerdings nur Vermutungen anstellen.
 

24.01.04 Etwas zum Lachen Stichwort billiges Hörgerät

Nach einem Besuch beim Hals-, Nasen-, Ohrenarzt sollte der Patient sich ein Hörgerät zulegen. Er wollte aber nur wenig Geld dafür ausgeben. "Wie viel kostet denn so ein Hörgerät?", fragte er den Verkäufer.

"Das kommt drauf an", kam die Antwort, "das geht von zwei Euro bis zu zweitausend!"

"Zeigen Sie mir doch bitte mal das für zwei Euro!", meinte der etwas knauserige Kunde.

Der Verkäufer legte das Gerät um den Hals des Schwerhörigen: "Bitte stecken Sie diesen Knopf in Ihr Ohr, nehmen Sie das angeschlossene Kabel und stecken sein Ende in Ihre Hosentasche", instruierte er den Kunden.

"Ja, aber wie funktioniert das denn?"

"Also für zwei Euro können Sie natürlich nicht viel verlangen - aber wenn die Leute den Knopf in Ihrm Ohr sehen, dann werden sie lauter sprechen!"
 

25.01.04 Neues im Verkehrsrecht

Einige Verkehrsverstöße werden ab Frühjahr 2004 strenger bestraft:

  • Während der Fahrt am Steuer eines Autos mit Handy telefonieren kostet 40 € und einen Punkt
  • Radfahrer, die beim Fahren mit dem Handy in der Hand telefonieren, müssen 25 € berappen.
  • Beachten Fahrgäste in Reisebussen, die entsprechend ausgestattet sind, die Gurtanlegepflicht nicht, drohen 30 € Bußgeld.
  • Falschparker, die ihr Fahrzeug an Engstellen abstellen und dadurch Rettungsfahrzeuge behindern, sind mit 40 € und einem Punkt dabei
  • Künftig kann in bestimmten Fällen statt Entzug der Fahrerlaubnis ein Fahrverbot bis maximal sechs Monate verhängt werden. Nach der Frist erhält der Verkehrssünder den Führerschein automatisch wieder zurück
  • Neues auch für Fahranfänger: In einigen Bundesländern können Jugendliche im Rahmen eines Modellprojekts den Führerschein mit 17 Jahren machen, müssen dann allerdings vor dem 18. Geburtstag immer mit speziell geschulten Begleitern fahren. Andere Bundesländer setzen auf die zweistufige Fahrausbildung. Bei freiwilliger Teilnahme an aktiven Fahrtrainings wird die Probezeit halbiert.
  • Bei Parkautomaten wird die so genannte Brötchentaste eingeführt. Damit dürfen Kurzparker das Auto in der ersten halben Stunde gratis abstellen
  • Neue Tilgungsfristen können u. U. dazu führen, dass Punkte später gelöscht werden. (Quelle: ADAC) 
26.01.04 100 Jahre Kaiser Wilhelm II auf der Walze

Heute vor Hundert Jahren sprach Kaiser Wilhelm II zum ersten Mal auf einen Tonträger eine Edison-Walze, die als erste noch erhaltene politisch wichtige Tonaufnahme in die deutschen Annalen einging: "Hart sein im Schmerz, nicht wünschen, was unerreichbar oder wertlos, zufrieden mit dem Tag wie er kommt, in allem das Gute suchen und Freude an der Natur und an den Menschen haben, wie sie nun einmal sind ..."

Den ganzen Text der knapp zweiminütigen Ansprache kann man sich beim Deutschen Rundfunkarchiv anschauen beziehungsweise einen Auszug davon anhören. Die komplette Aufnahme sowie weitere interessante Mittschnitte der ersten Tondokumente aus der Kaiserzeit gibt es beim Rundfunkarchiv auf CD unter dem Namen "'Der Kaiser kommt der Kaiser geht' Tondokumente von
1900 bis 1918" für nur 5 Euro.

Bei den frühen Tonträgern handelte es sich um Edison-Walzen und Schallplatten. Im Unterschied zu vielen anderen Erfindungen ist die Sprach- und Klangwiedergabe mit dem Phonographen unstrittig eine erfinderische Leistung von Thomas Alva Edison. Zwar konnte schon 50 Jahre vor ihm der Göttinger Physiker Wilhelm Weber Schwingungen aufzeichnen, sie aber nicht wiedergeben. Parallel zu Edison hatten allerdings der französische "Lebenskünstler" Charles Gros und insbesondere der in die USA ausgewanderte Hannoveraner Emile Berliner konkurrierende Verfahren auf rotierenden Scheiben entwickelt. Seine einige Jahre später vorgestellten Gram-o-Phon-Scheiben waren im Unterschied zu Edisons Phonographen-Walzen leichter zu reproduzieren und hielten viele Abspielvorgänge aus. Vor allem nachdem Berliner Schellack als ideales Trägermaterial entdeckt hatte und seine Firma, die Gram-o-Phone-Company, Enrico Caruso (hier von der BBC
die berühmte Aufnahme von 1902 zusammen mit dem "letzten" Kastraten Alessandro Moreschi) und Nellie Melba verpflichtete hatte, verdrängte die Grammophonplatte schnell die Walze. Die Platte verkaufte sich gar eine Million Mal.

Hinzu kam der als Markenzeichen berühmt gewordene Hund Nipper, der "his Master's Voice (HMV)" lauschte. Nach einem ziemlichen Kuddelmuddel von Firmenverkäufen, Zusammenschlüssen und Neugründungen kam das Label via Victor, RCA, Columbia etc. zu EMI. Nippers malendes Herrchen Francis Barraud hatte das Bild (mit Phonographen statt Grammophon) übrigens zunächst der Edisonschen Firma angeboten, die es aber nicht haben wollte. Der Sage nach hat Edison auf den ersten Phonographen "Mary has a little Lamb" gesprochen. Edison dachte aber wohl hauptsächlich an seine zur gleichen Zeit in Bearbeitung befindliche andere Erfindung: die Glühlampe. Und so wird er wohl "Mary has a little lamp" formuliert haben die Aufnahme als Beweisstück hat die Zeit leider nicht überstanden (Edisons erste Walzen überlebten eh nur eine Abspielung).
 

27.01.04 Lichtblick im grauen Winteralltag

Lichtblick im grauen Winteralltag
( Photo: MFA, Stühlinger Online )
 
28.01.04 Neuer Wurm Novarg/Mydoom verbreitet sich schnell

Ein neuer Mail-Wurm, der Windows-Rechner befällt, verbreitet sich gegenwärtig rasant im Internet. Die Novarg oder Mydoom genannte Variante des Mimail-Wurms weist einige Besonderheiten auf -- unter anderem versucht er wie einige Mimail-Varianten, eine DoS-Attacke zu starten, dieses Mal aber auf die Server der SCO Group. Die Firma ist momentan in Rechtsstreitigkeiten vor allem mit IBM und mit Novell verwickelt über Vorwürfe, im Linux-Kernel befinde sich unzulässigerweise Code aus Unix System V, auf das SCO die Copyrights beansprucht. Es gab schon in der Vergangenheit DoS-Angriffe auf die SCO-Webserver, die die Firma in Zusammenhang mit diesen juristischen Auseinandersetzungen brachte.

Die Antiviren-Firmen haben mittlerweile die Gefährlichkeit des Wurms hochgestuft, da er sich offensichtlich sehr schnell verbreitet. Für die Verbrei-tung scheint förderlich zu sein, dass sich der Wurm in Mails versteckt, die nicht mit den üblichen Angeboten etwa für Filme, private Photos oder Pornobildchen daherkommen.

Vielmehr erwecken die Mails mit Subjects wie "Mail Delivery System", "Mail Transaction Failed", "Server Report", "Status" oder "Error" den Eindruck, technische Verwaltungsmails zu sein. Im Body der Mail finden sich dann Texte wie "Mail transaction failed. Partial message is available", "The message contains Unicode characters and has been sent as a binary attachment" oder "The message cannot be represented in 7-bit ASCII encoding and has been sent as a binary attachment", die den Eindruck noch stützen sollen. Anscheinend fallen daher auch einige eher technisch orientierte Anwender, die mit den üblichen Wurm-Mails eigentlich umgehen können sollten, auf die neue Variante herein.

Der Wurm verbreitet sich von infizierten Rechner aus selbsttätig per E-Mail an Adressen, die er auf dem lokalen Rechner findet. Er ignoriert aber beispielsweise E-Mail-Adressen in .edu-Domains; diese sind für Bildungs-einrichtungen reserviert. Der Schädling verankert sich in der Registry, sodass er beim Start von Windows aktiviert wird und kopiert sich zudem unter verschiedenen Dateinamen in das Download-Verzeichnis der Tauschbörsen-Software von Kazaa.

Auf den befallenen Systemen öffnet der Wurm eine Backdoor auf den TCP-Ports 3127 bis 3198, sodass sich Angreifer Zugang zu den infizierten Rechnern verschaffen können. Ab dem 1. Februar sollen vom Wurm befallene Systeme eine DoS-Attacke auf www.sco.com, Port 80, starten. Sowohl der Verbreitungsmechanismus als auch die DoS-Attacke haben als ein
Enddatum den 12. Februar.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat bereits eine detaillierte Beschreibung des Wurms herausgegeben. Auch die Antiviren-Hersteller haben ihre Signatur-Dateien für die Virenscanner aktualisiert und geben in den Infos zu dem Wurm Hinweise zu seiner Entfernung.
 

29.01.04

Manchmal kann man seinen Augen nicht trauen

Optische Täuschung
 

30.01.04 Wie viele Wege geht eine Mehrwegflasche?

Behandeln wir sie gut, kann sie bis zu 25-mal neu abgefüllt werden, doch meist übersteht sie lediglich zehn Durchläufe. Kaum zurückgegeben, wird sie in eine Art Waschmaschine gesteckt und mit Natronlauge und Wasser ausgespült. Damit keine Abfälle drin bleiben, durchleuchtet man sie vor dem Befüllen. Dann geht alles wieder von vorne los.
  
31.01.04 Zur Information hier einmal eine Stundenstatistik für Januar 2004

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