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16.01.04 |
Hätten Sie's gewusst?
Warum zeigen Uhren auf Bildern immer auf 10.09
Uhr?
Zum einen, weil unsere Augen Symmetrie lieben und die Zeiger zu dieser
Zeit links und rechts von der Zwölf nach oben deuten. Zum anderen,
weil die Zeiger
uns sozusagen anlachen.
Put a smile on our face.
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17.01.04 |
Viagra
für Frauen ?
Die Firma Procter & Gamble bereitet bereits den Launch vor - "Female
sexual dysfunction", so bezeichnen Mediziner den nachlassenden
Spaß der Frauen an sexueller Betätigung. Oft ist die Lustlosigkeit
das Resultat einer Entfernung der Gebärmutter oder der Menopause.
Die reduzierte Libido kann zu einem erheblichen Verlust an Lebensfreude
führen und ist eine ernsthafte Belastung für viele Beziehungen.
Dieser Meinung sind jedenfalls die Manager von Procter & Gamble
Pharmaceuticals. Der amerikanische Konsumgüter-Hersteller hat
daher seit einigen Jahren ein Gegenmittel im Test. Mittlerweile hat
der Markenartikler die heiße klinische Phase III erreicht und
geht nun in die Prüfung der US Food and Drug Administration.
Seit Anfang dieses Jahres steht auch fest, das P & G den Vorstoß
wagen wird. Die Rede ist von einer 100-Millionen-Dollar schweren Marketing-Kampagne
für Intrinsa. Die Innovation könnte schon in
zwei Jahren marktreif sein.
Intrinsa ist ein eiförmig gestaltetes, transparentes Hautpflaster,
das unter dem Nabel angebracht wird und die Testosteron-Produktion
der Frau anregt. Die Technologie stammt von Watson Pharmaceuticals.
P & G will schnell die Innovationsführerschaft übernehmen
und harte Konkurrenten, wie Viagra-Erfinder Pfizer, abhängen.
Wie groß der Markt ist, das schätzte Johna Lucas, North
American Medical Director Hormone Replacement Therapy bei Procter
& Gamble Pharmaceuticals, schon vor zwei Jahren.
Nach Aussage der Wissenschaftlerin klagt jede dritte amerikanische
Frau über sexuelle Disfunktion. Das Kernmarktpotenzial umfasst
neun bis zwölf Millionen Frauen in den USA und Europa. Dahinter
steht eine Milliarde Dollar Umsatz pro Jahr. Dass das Produkt Blockbuster-Potenzial
hat, das meinen auch die Anleger. Kurz nach der Ankündigung des
geplanten Launches ging der P & G-Kurs nach oben.
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18.01.04 |
Die
Macht der Farben nutzen - Blau
beruhigt
"Du siehst ja rot", sagen Leute und meinen Menschen, die
gerade erregt oder zornig sind. Genau die Eigenschaften werden Rot
auch zugeschrieben. Sie ist die anregendste aller Farben. Doch wie
kommt der Aufgeregte nun wieder zur Ruhe? Ganz einfach - mit einer
Color-Therapie. Farben können entspannen, heilen, sind sanfte
Medizin für den Körper.
In
China wird die Farbe Gelb (gelb)
dem schöpferischen Prinzip Yang zu-geordnet. Im alten Ägypten
war die Farbe Blau die des Pharaos. Sie strahlte Macht und Ruhe
aus. An der Bedeutung der Farben hat sich bis heute nichts geändert.
Die Faustregel: Je dunkler, desto beruhigender. Ausgenommen ist
Schwarz, weil es für Isolation steht.
Mach mal wieder "blau"! Den
Satz bringen alle mit Ferien und Ruhe in Verbin-dung. Genau diese
Wirkung erzielt die Farbe auch beim Betrachter. Johann Wolfgang
Goethe bezeichnete sie als "reizendes Nichts". Tests stützen
diese Aussage. Sie ergaben, dass tiefes Ultramarin-Blau die bevorzugte
Farbe von Erwachsenen ist. Dies lässt sich mit dem im Alter
stark wachsenden Ruhe-bedürfnis erklären. Bei beruflichem
oder privatem Stress wird darum zum Spaziergang im Freien geraten.
Der Blick in den blauen Himmel oder aufs
Meer öffnet die Seele und entspannt. In Laboren wurde gemessen:
Blau senkt den Blutdruck, die Atemfrequenz und verlangsamt den Puls.
Darum schläft es sich in blauen Räumen so gut.
Heilende
Eigenschaften werden auch Violett
zugeschrieben. Die Farbe soll Trauer und Depressionen in Entspannung
verwandeln. Es ist die Komplementärfarbe zu Gelb - der Farbe
des Denkens.
Grün
ist eine Mischung von Gelb und Blau. Es ist die in der Natur am
meisten vertretene Farbe. Je nach Jahreszeit, ist sie heller oder
dunkler und versprüht unterschiedliche Botschaften: Das Hellgrün
des Frühlings wirkt belebend. Das dunkelgrün des Sommers
beruhigt und regeneriert. Ein sattes Grün wird allen nervösen
und cholerischen Menschen empfohlen. Grün stärkt das Immunsystem
und stabilisiert das Herz.
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19.01.04 |
Und
heute ein Zitat:
" Erfahrung ist nicht das, was einem zustößt.
Erfahrung ist das, was man aus dem macht, was einem
zustößt. "
Aldous
Huxley ( Schriftsteller, 1894 - 1963 )
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20.01.04 |
Wenig
fernsehen, viele Freunde
Der
typische Netz-Nutzer ist kein Stubenhocker, er verbringt wenig Zeit
vor dem Fernseher, liest viel und trifft gern Freunde. Dies sind
die Ergebnisse
der ersten weltumspannenden Studie zum Gebrauch des Internet.
Erstellt
an der Universität von Los Angeles, verglichen Wissenschaftler
die Daten aus 14 Ländern. Neben Studien aus den USA und Staaten
Europas wurden Untersuchungen aus Japan, Chile, Südkorea, Singapur,
Taiwan, China und Macau analysiert.
Die
Studie bestätigt die Annahme, dass die Wohlhabenden die intensivsten
Nutzer des Netzes sind und dass mehr Männer als Frauen es nutzen.
In Italien surfen rund 42 % der Männer im Netz, bei den Frauen
sind es nur
22 %. In Taiwan surfen dagegen etwa genauso viele Männer und
Frauen.
25 % der Männer, 24 % der Frauen loggen sich ein.
Die
Kluft zwischen den Armen und den Reichen, die Zugang zum Internet
haben, scheint größer zu werden. In der Hälfte der
untersuchten Länder hatten nur etwa 20 % der Ärmsten die
Möglichkeit, einen Computer zu nutzen, der ans Internet angeschlossen
ist.
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21.01.04 |
Eschholzstraße
wird bald 100
Eine Tour d'horizont durch die Stadtteilpolitik des Stühlingers
mit Einbindung
in die Kommunalpolitik der Stadt Freiburg stand im Mittelpunkt des
Neujahrs-empfangs im Architekturforum am Lederleplatz der Stühlinger
SPD und der Zukunftswerkstatt Stühlinger. Der Vorsitzende des
Ortsvereins Stühlinger Hans-Christoph Stork konnte rund 70 Bürgerinnen
und Bürger aus dem Stühlinger begrüßen.
In
der Sozialpolitik werde der Schwerpunkt in Freiburg in der Kinder-,
Jugend- und Schulpolitik liegen, sagte Bürgermeister Ulrich
von Kirchbach. Dies sei insbesondere für den Stühlinger
wichtig, einem der größten Stadtteile in Freiburg. Hier
seien im Vergleich zur Stadt zwar die 18 bis 45-jährigen überrepräsentiert,
aber die bis 18jährigen unterrepräsentiert. Dies liege
zum Teil an Defiziten in der Versorgung von jungen Familien mit
Wohnraum, Kindergartenplätzen und Ganztagsbetreuungen. Insbesondere
freue ihn,
dass die größte Hauptschule der Stadt Freiburg, die Hebelschule,
zu einer Ganztagsschule werden wird.
Von Kirchbach lobte auch die erfolgreiche Arbeit des Quartiersladens
in der Ferdinand Weiß-Straße. Dafür bedankte er
sich bei dem Vorsitzenden des Quartierrates Hans-Christoph Stork
und der Sozialarbeiterin Marion Tritschler.
"Veränderungen
im Stadtteil kann man nur mit den betroffenen BürgerInnen erreichen",
sagte Armin Jacob von der Zukunftswerkstatt Stühlinger. Die
Zukunftswerkstatt habe in fünf Workshops Stadtteil-Themen aufgegriffen.
Die nächsten Themen seien Ganztagsschule, das Technische Rathaus
sowie die kulturelle Nutzung von Plätzen im Stadtteil. Jacob
wies zum Abschluss auf das Fest "100 Jahre Eschholzstraße
- der Boulevard feiert" am 19. Juni 2004 hin, an dem sich fast
alle Geschäftsleute der Straße beteiligen werden. Das
Fest sei eine Idee eines der Workshops gewesen. Man wolle damit
einen Beitrag leisten für eine wirtschaftlichen Belebung und
die Aufhebung der trennenden Wirkung durch den Verkehr bei einer
breiteren Öffentlichkeit zu werben.
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22.01.04 |
Der
Internet Explorer dominiert im Web
94,8 % Anteil unter den Webnutzern hat Microsofts Internet Explorer
in seinen diversen Versionen, ermittelten die Webstatistiker von Onestat
im Januar 2004. Mozilla/Netscape folgen jeweils mit einem Anteil von
1,8 %, Opera mit der Browser-version 7 kommt auf 0,8 %. Apples Safari
erreicht mittlerweile 0,48 %.
Onestat
bezeichnet sich selbst als weltweiten Marktführer bei der statis-tischen
Auswertung von Website-Traffic; Kunden von Onestat können sich
detaillierte Profile über die Nutzung ihrer Sites erstellen
lassen. Für ihre Erhebung ermittelt Onstat die Browserversionen
der Nutzer, die Webserver von Onstat-Kunden besuchen. Die ermittelten
Zahlen stellen den Durchschnitt während einer Woche im Erhebungszeitraum
dar; die Statistik basiert auf einer Stichprobe von 2 Millionen
Nutzern (jeweils 20.000 Surfern in 100 verschie-denen Ländern)
täglich.
Für
den Internet Explorer schlüsselt Onestat die Nutzungszahlen
genauer auf: Danach führt mittlerweile Version 6 mit 68,1 %;
noch 13,8 % beziehungsweise 11,8 % der Surfer setzen den Internet
Explorer 5,5 oder 5,0 ein. Immerhin noch 0,7 % sind mit dem Internet
Explorer 4 unterwegs. Gegenüber Ende 2002 hat sich übrigens
der Gesamtanteil der Internet-Explorer-Anwender nicht verändert.
Mozilla konnte leicht zulegen; Safari legte in den letzten Monaten
kontinuierlich zu, nachdem Apple den Webbrowser in einer ersten
Version Anfang 2003 zum Download bereitstellte.
Solche
Zahlen über Webbrowser-Nutzung sind allerdings immer mit einer
gewissen Vorsicht zu genießen angesichts der Tatsache, dass
sich Browser wie beispielsweise Opera im Web als Internet Explorer
ausgeben können, um überhaupt Zugang zu diversen Seiten
zu haben. Dies kann Statistiken verfälschen, auch wenn es trotz
dieser Konfigurationsmöglichkeiten eindeutige Kennungen gibt.
Die Marktforscher von Onestat erklärten zudem schon früher,
dass sie mit den Browser-Entwicklern zusammenarbeiten und solche
Effekte in ihrer Statistik berücksichtigen. Trotzdem aber können
Browser-Statistiken keine hundert%ig sichere Auskunft über
die reale Nutzung der unterschied-lichen Versionen geben -- schließlich
spielen neben technischen Unwägbar-keiten auch die Vorlieben
von Zielgruppen eine Rolle.
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23.01.04 |
Schlafen
fördert Kreativität
Wissenschaftler
der Universitäten Lübeck und Köln haben erstmals
experimentelle Belege dafür gefunden, dass Schlaf die Kreativität
fördert.
Ullrich Wagner von der Universität Lübeck und seine Kollegen
berichten in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature (Band
427, 22. Januar 2004, S. 352) über die entsprechenden Experimente.
66
Testpersonen mussten sich in drei Gruppen einer Variation der von
Louis und Thelma Thurstone entwickelten Number Reduction Task stellen.
Sie bekamen die Aufgabe, Zahlenreihen aus jeweils acht Ziffern nach
zwei vorgegebenen Regeln zu bearbeiten, um die letzte Zahl als Lösung
angeben
zu können. Die dafür benötigte Zeit wurde gemessen.
Den Teilnehmern war allerdings nicht bekannt, dass die Zahlenreihen
so aufgebaut waren, dass es auch einen schnelleren Weg zur Lösung
gab.
Die
Probanden sollten nun nach einer ersten Übungsrunde entweder
acht Stunden schlafen, oder sie mussten den Tag oder die Nacht über
wach bleiben. Dann wurden sie erneut vor dieselben Aufgaben gestellt.
Rund 60 % der Schläfer-Gruppe erkannte während des Tests
nun die Abkürzungs-Lösung, während es in den anderen
Gruppen nur rund 22 % waren - dieser Effekt trat aber nur dann auf,
wenn sich die Probanden vor dem Schlaf mit der Aufgabe beschäftigt
hatten. Einflüsse wie Übermüdung, Konzentration etc.
schließen
die Autoren aufgrund ihrer Versuchanordnung für die Erklärung
der Ergebnisse aus. Über die Mechanismen, die diesen Effekt
bewirken, können die Wissenschaftler vorerst allerdings nur
Vermutungen anstellen.
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24.01.04 |
Etwas
zum Lachen Stichwort billiges Hörgerät
Nach einem Besuch beim Hals-, Nasen-, Ohrenarzt sollte der Patient
sich ein Hörgerät zulegen. Er wollte aber nur wenig Geld
dafür ausgeben. "Wie viel kostet denn so ein Hörgerät?",
fragte er den Verkäufer.
"Das
kommt drauf an", kam die Antwort, "das geht von zwei Euro
bis zu zweitausend!"
"Zeigen
Sie mir doch bitte mal das für zwei Euro!", meinte der
etwas knauserige Kunde.
Der
Verkäufer legte das Gerät um den Hals des Schwerhörigen:
"Bitte stecken Sie diesen Knopf in Ihr Ohr, nehmen Sie das
angeschlossene Kabel und stecken sein Ende in Ihre Hosentasche",
instruierte er den Kunden.
"Ja,
aber wie funktioniert das denn?"
"Also
für zwei Euro können Sie natürlich nicht viel verlangen
- aber wenn die Leute den Knopf in Ihrm Ohr sehen, dann werden sie
lauter sprechen!"
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25.01.04 |
Neues
im Verkehrsrecht
Einige
Verkehrsverstöße werden ab Frühjahr 2004 strenger
bestraft:
- Während
der Fahrt am Steuer eines Autos mit Handy telefonieren kostet
40 € und einen Punkt
- Radfahrer,
die beim Fahren mit dem Handy in der Hand telefonieren, müssen
25 € berappen.
- Beachten
Fahrgäste in Reisebussen, die entsprechend ausgestattet sind,
die Gurtanlegepflicht nicht, drohen 30 € Bußgeld.
- Falschparker,
die ihr Fahrzeug an Engstellen abstellen und dadurch Rettungsfahrzeuge
behindern, sind mit 40 € und einem Punkt dabei
- Künftig
kann in bestimmten Fällen statt Entzug der Fahrerlaubnis
ein Fahrverbot bis maximal sechs Monate verhängt werden.
Nach der Frist erhält der Verkehrssünder den Führerschein
automatisch wieder zurück
- Neues
auch für Fahranfänger: In einigen Bundesländern
können Jugendliche im Rahmen eines Modellprojekts den Führerschein
mit 17 Jahren machen, müssen dann allerdings vor dem 18.
Geburtstag immer mit speziell geschulten Begleitern fahren. Andere
Bundesländer setzen auf die zweistufige Fahrausbildung. Bei
freiwilliger Teilnahme an aktiven Fahrtrainings wird die Probezeit
halbiert.
- Bei
Parkautomaten wird die so genannte Brötchentaste eingeführt.
Damit dürfen Kurzparker das Auto in der ersten halben Stunde
gratis abstellen
- Neue
Tilgungsfristen können u. U. dazu führen, dass Punkte
später gelöscht werden. (Quelle:
ADAC)
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26.01.04 |
100
Jahre Kaiser Wilhelm II auf der Walze
Heute
vor Hundert Jahren sprach Kaiser Wilhelm II zum ersten Mal auf einen
Tonträger eine Edison-Walze, die als erste noch erhaltene politisch
wichtige Tonaufnahme in die deutschen Annalen einging: "Hart
sein im Schmerz, nicht wünschen, was unerreichbar oder wertlos,
zufrieden mit dem Tag wie er kommt, in allem das Gute suchen und
Freude an der Natur und an den Menschen haben, wie sie nun einmal
sind ..."
Den
ganzen Text der knapp zweiminütigen Ansprache kann man sich
beim Deutschen Rundfunkarchiv anschauen beziehungsweise einen Auszug
davon anhören. Die komplette Aufnahme sowie weitere interessante
Mittschnitte der ersten Tondokumente aus der Kaiserzeit gibt es
beim Rundfunkarchiv auf CD unter dem Namen "'Der Kaiser kommt
der Kaiser geht' Tondokumente von
1900 bis 1918" für nur 5 Euro.
Bei
den frühen Tonträgern handelte es sich um Edison-Walzen
und Schallplatten. Im Unterschied zu vielen anderen Erfindungen
ist die Sprach- und Klangwiedergabe mit dem Phonographen unstrittig
eine erfinderische Leistung von Thomas Alva Edison. Zwar konnte
schon 50 Jahre vor ihm der Göttinger Physiker Wilhelm Weber
Schwingungen aufzeichnen, sie aber nicht wiedergeben. Parallel zu
Edison hatten allerdings der französische "Lebenskünstler"
Charles Gros und insbesondere der in die USA ausgewanderte Hannoveraner
Emile Berliner konkurrierende Verfahren auf rotierenden Scheiben
entwickelt. Seine einige Jahre später vorgestellten Gram-o-Phon-Scheiben
waren im Unterschied zu Edisons Phonographen-Walzen leichter zu
reproduzieren und hielten viele Abspielvorgänge aus. Vor allem
nachdem Berliner Schellack als ideales Trägermaterial entdeckt
hatte und seine Firma, die Gram-o-Phone-Company, Enrico Caruso (hier
von der BBC
die berühmte Aufnahme von 1902 zusammen mit dem "letzten"
Kastraten Alessandro Moreschi) und Nellie Melba verpflichtete hatte,
verdrängte die Grammophonplatte schnell die Walze. Die Platte
verkaufte sich gar eine Million Mal.
Hinzu
kam der als Markenzeichen berühmt gewordene Hund Nipper, der
"his Master's Voice (HMV)" lauschte. Nach einem ziemlichen
Kuddelmuddel von Firmenverkäufen, Zusammenschlüssen und
Neugründungen kam das Label via Victor, RCA, Columbia etc.
zu EMI. Nippers malendes Herrchen Francis Barraud hatte das Bild
(mit Phonographen statt Grammophon) übrigens zunächst
der Edisonschen Firma angeboten, die es aber nicht haben wollte.
Der Sage nach hat Edison auf den ersten Phonographen "Mary
has a little Lamb" gesprochen. Edison dachte aber wohl hauptsächlich
an seine zur gleichen Zeit in Bearbeitung befindliche andere Erfindung:
die Glühlampe. Und so wird er wohl "Mary has a little
lamp" formuliert haben die Aufnahme als Beweisstück hat
die Zeit leider nicht überstanden (Edisons erste Walzen überlebten
eh nur eine Abspielung).
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27.01.04 |
Lichtblick
im grauen Winteralltag

( Photo: MFA, Stühlinger Online )
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28.01.04 |
Neuer
Wurm Novarg/Mydoom verbreitet sich schnell
Ein
neuer Mail-Wurm, der Windows-Rechner befällt, verbreitet sich
gegenwärtig rasant im Internet. Die Novarg oder Mydoom genannte
Variante des Mimail-Wurms weist einige Besonderheiten auf -- unter
anderem versucht er wie einige Mimail-Varianten, eine DoS-Attacke
zu starten, dieses Mal aber auf die Server der SCO Group. Die Firma
ist momentan in Rechtsstreitigkeiten vor allem mit IBM und mit Novell
verwickelt über Vorwürfe, im Linux-Kernel befinde sich
unzulässigerweise Code aus Unix System V, auf das SCO die Copyrights
beansprucht. Es gab schon in der Vergangenheit DoS-Angriffe auf
die SCO-Webserver, die die Firma in Zusammenhang mit diesen juristischen
Auseinandersetzungen brachte.
Die
Antiviren-Firmen haben mittlerweile die Gefährlichkeit des
Wurms hochgestuft, da er sich offensichtlich sehr schnell verbreitet.
Für die Verbrei-tung scheint förderlich zu sein, dass
sich der Wurm in Mails versteckt, die nicht mit den üblichen
Angeboten etwa für Filme, private Photos oder Pornobildchen
daherkommen.
Vielmehr
erwecken die Mails mit Subjects wie "Mail Delivery System",
"Mail Transaction Failed", "Server Report",
"Status" oder "Error" den Eindruck, technische
Verwaltungsmails zu sein. Im Body der Mail finden sich dann Texte
wie "Mail transaction failed. Partial message is available",
"The message contains Unicode characters and has been sent
as a binary attachment" oder "The message cannot be represented
in 7-bit ASCII encoding and has been sent as a binary attachment",
die den Eindruck noch stützen sollen. Anscheinend fallen daher
auch einige eher technisch orientierte Anwender, die mit den üblichen
Wurm-Mails eigentlich umgehen können sollten, auf die neue
Variante herein.
Der
Wurm verbreitet sich von infizierten Rechner aus selbsttätig
per E-Mail an Adressen, die er auf dem lokalen Rechner findet. Er
ignoriert aber beispielsweise E-Mail-Adressen in .edu-Domains; diese
sind für Bildungs-einrichtungen reserviert. Der Schädling
verankert sich in der Registry, sodass er beim Start von Windows
aktiviert wird und kopiert sich zudem unter verschiedenen Dateinamen
in das Download-Verzeichnis der Tauschbörsen-Software von Kazaa.
Auf
den befallenen Systemen öffnet der Wurm eine Backdoor auf den
TCP-Ports 3127 bis 3198, sodass sich Angreifer Zugang zu den infizierten
Rechnern verschaffen können. Ab dem 1. Februar sollen vom Wurm
befallene Systeme eine DoS-Attacke auf www.sco.com, Port 80, starten.
Sowohl der Verbreitungsmechanismus als auch die DoS-Attacke haben
als ein
Enddatum den 12. Februar.
Das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat
bereits eine detaillierte Beschreibung des Wurms herausgegeben.
Auch die Antiviren-Hersteller haben ihre Signatur-Dateien für
die Virenscanner aktualisiert und geben in den Infos zu dem Wurm
Hinweise zu seiner Entfernung.
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29.01.04 |
Manchmal
kann man seinen Augen nicht trauen
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30.01.04 |
Wie
viele Wege geht eine Mehrwegflasche?
Behandeln wir sie gut, kann sie bis zu 25-mal neu abgefüllt werden,
doch meist übersteht sie lediglich zehn Durchläufe. Kaum
zurückgegeben, wird sie in eine Art Waschmaschine gesteckt und
mit Natronlauge und Wasser ausgespült. Damit keine Abfälle
drin bleiben, durchleuchtet man sie vor dem Befüllen. Dann geht
alles wieder von vorne los.
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31.01.04 |
Zur
Information hier einmal eine Stundenstatistik für Januar 2004
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